Takeaway.com und Delivery Hero Lieferdienste steuern auf Fusion zu

Erst Ende letzten Jahres gab Delivery Hero bekannt, mehr Bestellungen als die Konkurrenz zu haben. Nun bahnt sich eine mögliche Fusion mit einem Rivalen an. Ein niederländischer Marktführer zeigt großes Interesse.
Update: 22.01.2018 - 11:44 Uhr Kommentieren

Delivery Hero: Fusionsgespräche schicken Aktie aufwärts

BerlinZwei der größten europäischen Essenslieferdienste, Delivery Hero und Takeaway.com, laufen sich offenbar für eine Fusion warm. „Wir gehen davon aus, dass es eine Konsolidierung in unserer Branche gibt“, sagte Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Am Wochenende hatte der Chef des niederländischen Konkurrenten Takeaway.com, Jitse Groen, erklärt, ein Zusammenschluss mit dem globalen Marktführer aus Berlin „wäre eine Option“.

An den Börsen sorgten die Spekulationen für Begeisterung: Die im SDax notierte Aktie von Delivery Hero kletterte um fünf Prozent und führte den Index an. Für Takeaway ging es in Amsterdam rund vier Prozent nach oben.

Auf dem Heimatmarkt, wo Delivery Hero mit seinen Marken „Lieferheld“ und „Pizza.de“ mit Takeaways „Lieferando“ konkurriert, rechnet Östberg allerdings nicht damit, dass es schnell zu einem Zusammengehen kommt: „Für Deutschland halten wir das kurzfristig für unwahrscheinlich.“

Die wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt
Platz 10: Burger King
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Der berühmte Whopper ist groß – der Markenwert der Fast-Food-Kette im Vergleich zu seiner Konkurrenz etwas geringer. Mit einem Wert von 5,12 Milliarden Dollar belegt Burger King den zehnten Platz der wertvollsten Fast-Food-Ketten weltweit. Damit wurde das Burger-Schnellrestaurant weit von seinem Erzrivalen McDonald's überholt.

Platz 9: Taco Bell
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Bei Taco Bell gibt es Fastfood auf mexikanisch. In den USA hat die Imbiss-Kette besonderen Erfolg damit. Mit ihrem Markenwert von 5,39 Milliarden US-Dollar belegt sie den neunten Platz im Ranking.

Platz 8: Chipotle
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Tacos, Burritos und Co. gibt es bei Chipotle zu kaufen. Das Unternehmen gibt es schon fast seit 25 Jahren, mittlerweile gibt es auch schon Filialen in Deutschland. Die TexMex-Kette belegt mit dem Markenwert von 5,7 Milliarden Dollar den achten Platz im Ranking.

Platz 7: Tim Hortons
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Tim Hortons ist eine kanadische Schnellrestaurant-Kette. Benannt ist der Imbiss nach ihrem Gründer und Eishockey-Spieler Tim Horton. Anfangs beschränkte sich das Sortiment der Kette auf Kaffeespezialitäten und Backwaren, es wurde aber inzwischen auf Sandwiches und herzhafte Snacks erweitert. Der Markenwert ist auf 5,89 Milliarden Dollar angestiegen.

Platz 6: Domino's Pizza
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Bei manchen liegt sie sogar auf der Kurzwahl-Taste: die Nummer des liebsten Pizza-Lieferanten. Domino's ist ein Pizza-Lieferservice, den es bereits seit den 60er Jahren gibt. Das Unternehmen auch einen Firmensitz in Hamburg. Mit einem Markenwert von 6,29 Milliarden Dollar belegt Domino's Platz 6 im Ranking der wertvollsten Fast-Food-Ketten weltweit.

Platz 5: Pizza Hut
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Käse im Rand, oder umso mehr obendrauf: Bei Pizza Hut wird nicht an Kalorien gespart. In nunmehr als 12.000 Filialen können sich Kunden ihre Pizza schmecken lassen oder ganz bequem Heim liefern lassen. Auf der Speisekarte stehen nicht die dünnen, italienischen Pizzen, sondern die dicke, amerikanische Pan-Version. Damit feiert das Unternehmen Erfolg: Der Markenwert beträgt 8,13 Milliarden Dollar.

Platz 4: Kentucky Fried Chicken
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Frittierte Schenkel aus dem Pappeimer - das ist seit Jahrzehnten das Erfolgsrezept von Colonal Sanders und seiner Hähnchenbraterei. Immer wieder wird das Unternehmen wegen der Haltung der Hähnchen kritisiert. Das tut dem Markenwert keinen Abbruch, der sich auch 13,52 Milliarden US-Dollar beläuft.

Der Markt für Essenslieferdienste gilt als umkämpft. Die Anbieter erhalten in der Regel pro Order vom Restaurant eine Umsatzbeteiligung. Beobachter gehen davon aus, dass sich die Gebühren hochschrauben lassen, wenn es weniger Plattformen und damit weniger Wettbewerber gibt. Zudem laden sich Kunden häufig nur eine App auf ihr Smartphone, über die sie dann bestellen.

In dem margenschwachen Geschäft tummeln sich in Europa neben Delivery Hero und Takeaway.com noch Just Eat aus Großbritannien und das US-Unternehmen GrubHub. Dabei ist Takeaway.com mit einer Marktbewertung von rund zwei Milliarden Euro deutlich weniger wert als Delivery Hero, die nach ihrem Börsengang im vergangenen Sommer bereits auf mehr als sechs Milliarden Euro kommen.

Die Berliner, die in 40 Ländern aktiv sind, haben sich ihre Kasse kürzlich mit frischem Geld gefüllt. Mit der Platzierung neuer Aktien nahm das Unternehmen brutto rund 362 Millionen Euro ein. Auch der Chef des Delivery-Hero-Investors Rocket Internet, Oliver Samwer, hat im Reuters-Interview eine Konsolidierung für wahrscheinlich erklärt. Es hätten sich weltweit auch nur „eine große Suchmaschine und ein großes Online-Buchungsportal“ durchgesetzt.

  • rtr
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