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Tarifkonflikt Bahn und EVG stehen kurz vor der Einigung

Die Gewerkschaft EVG und die Bahn haben ihre Tarifverhandlungen am Mittwoch wieder aufgenommen – und beide Seiten sind zuversichtlich, sich dieses Mal zu einigen. Parallel dazu beginnt die Schlichtung zwischen Bahn und GDL.
27.05.2015 - 10:35 Uhr Kommentieren
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) strebt einen Kompromiss mit der Bahn an. Quelle: dpa
EVG-Kundgebung in Berlin

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) strebt einen Kompromiss mit der Bahn an.

(Foto: dpa)

Berlin Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn bemühen sich die größte Bahngewerkschaft EVG und die Arbeitgeberseite seit Mittwochmorgen um eine Einigung. Finden sie schnell eine Lösung, wäre der Konflikt teilweise beigelegt, bevor am Nachmittag die Schlichtung mit der kleineren Lokführergewerkschaft GDL beginnt. EVG und Bahn wollen voraussichtlich am frühen Nachmittag über den Stand der Verhandlungen berichten.

„Wir haben das Gefühl, dass wir kurz vor dem Durchbruch stehen“, sagte die Verhandlungsführerin der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Regina Rusch-Ziemba, zum Auftakt der 13. Runde in Berlin. Sie erwartet ein neues Angebot der Bahn zum Entgelt und zur Laufzeit der Verträge.

Die EVG hatte 6 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten gefordert, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Bahn bot nach Gewerkschaftsangaben zuletzt 3,4 Prozent und 1,5 Prozent mehr Geld in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 28 Monaten.

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sagte: „Das Ziel ist, heute die Verhandlungen mit der EVG zu einem guten Ergebnis zu bringen.“ Dies werde aber noch einmal schwierig.

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    Sollte es bei dem Treffen am heutigen Mittwoch zu keinem Ergebnis kommen, müssen Fahrgäste weitere Arbeitskämpfe fürchten. „Dann werden wir natürlich in den nächsten Tagen zu einem Warnstreik aufrufen müssen“, drohte EVG-Chef Alexander Kirchner im ARD-„Morgenmagazin“.

    An unbekanntem Ort beginnt am Mittwochnachmittag die Schlichtung zwischen der Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Die GDL will eigenständige Tarifverträge für Berufsgruppen des Zugpersonals durchsetzen, die bislang allein von der EVG vertreten wurden.

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    EVG und Bahn betonten, die Schlichtung mit der GDL habe keinen Einfluss auf ihre Verhandlungen. „Wir gehen davon aus, dass nichts Besseres dabei herauskommt“, sagte Rusch-Ziemba. Für den Fall, dass GDL-Chef Claus Weselsky doch mehr herausholt, will die EVG jedoch ein Sonderkündigungsrecht für ihre Tarifverträge. Bahn-Vorstand Weber betonte: „Wir führen eigenständige Verhandlungen mit der EVG.“

    • dpa
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