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Tarifkonflikt Flugbegleiter wollen Lufthansa bestreiken

Ufo und Lufthansa streiten weiter, ob die Gewerkschaft rechtskräftig Tarifverträge kündigen darf. Nun droht Ufo dem Konzern mit Streiks – und das schon in den Ferien.
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Im Streit mit der Lufthansa könnte es demnächst zu neuen Streiks kommen. Quelle: dpa
Flugbegleitergewerkschaft Ufo

Im Streit mit der Lufthansa könnte es demnächst zu neuen Streiks kommen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Im Tarifstreit mit der Lufthansa strebt die Flugbegleitergewerkschaft Ufo einen Arbeitskampf an. In der übernächsten Woche sollten zunächst die Lufthansa-Mitarbeiter in Deutschland über den aktuellen Stand des Konflikts mit ihrem Arbeitgeber informiert werden, erklärte Daniel Flohr, Tarifvorstand und stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft, an diesem Freitag.

Am 14. Oktober werde Ufo über Arbeitskampfmaßnahmen informieren. Die Gewerkschaft und die Lufthansa streiten darüber, ob Ufo nach einer Neubesetzung des Vorstands fähig ist, rechtskräftig Tarifverträge abzuschließen.

Die Auseinandersetzung ist Gegenstand von zwei Gerichtsverfahren. Zum einen muss geklärt werden, ob die Gewerkschaft Ufo Tarifverträge wirksam gekündigt hat. In dieser Sache hatte zuletzt das Arbeitsgericht Frankfurt die Klage der Lufthansa auf Unwirksamkeit der Kündigung zurückgewiesen. Das Gericht hatte in erster Instanz entschieden, dass die Kündigung der Tarifverträge im November 2018 und im Januar diesen Jahres durch die Kabinengewerkschaft rechtmäßig war.

Lufthansa ist weiterhin der Auffassung, Ufo sei keine tariffähige Gewerkschaft, weil der Vorstand nicht satzungsgemäß neu besetzt worden sei. Die Airline prüfe nun, gegen diese Entscheidung Rechtsmittel einzulegen, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Nach Darstellung von Ufo gibt es jedoch mehrere Gerichtsbeschlüsse, wonach der Vorstand rechtmäßig im Amt ist. Die Lufthansa bekräftigte, dass sie dennoch vor dem Landesarbeitsgericht Hessen den Status der Gewerkschaft überprüfen lassen wolle. Der erste Verhandlungstermin sei für den 30. April 2020 angesetzt.

Mehr: Lufthansa lässt Gewerkschaftsstatus der Ufo gerichtlich prüfen. Dafür hat die Airline einen Antrag beim Landesarbeitsgericht Frankfurt gestellt.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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