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Tarifstreit Aufsichtsrats-Chef rät Lufthansa zum „großen Knall“

Ex-Lufthansa-Chef Jürgen Weber rät seinen Nachfolgern zur Eskalation im Tarifstreit mit den Flugbegleitern. Die Airline will heute ein neues Angebot vorlegen, rechnet aber mit Streiks.
22.08.2012 - 12:51 Uhr Kommentieren
Die Lufthansa rechnet mit Streiks der Flugbegleiter. Quelle: dpa

Die Lufthansa rechnet mit Streiks der Flugbegleiter.

(Foto: dpa)

Hamburg Der Aufsichtsrat-Chef und ehemalige Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Jürgen Weber, rät dem Konzernmanagement im Tarifstreit mit den Flugbegleitern zu einer harten Linie gegenüber den Arbeitnehmern. „Besser man lässt es zum großen Knall kommen, bevor sich das Unternehmen aus dem Wettbewerb katapultiert“, sagte Weber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Im harten Konkurrenzkampf der Branche hätten es die Gewerkschaften vor Jahren verhindert, einen echten Billigflieger unter dem Konzerndach der Lufthansa zu etablieren. Darunter leide der Konzern heute.

Die Lufthansa richtet sich auf Streiks ihrer rund 19.000 Flugbegleiter ein. Man rechne mit „Turbulenzen“ in der tariflichen Auseinandersetzung mit der Kabinengewerkschaft UFO, sagte Personalvorstand Stefan Lauer am Dienstagabend in Frankfurt. „Das Schlimmste“ werde aber voraussichtlich nicht eintreten. Gemeint sei damit ein flächendeckender, langwieriger Erzwingungsstreik, wie Lauer später erläuterte. Die Kunden bat der Manager vorab um Verständnis.

Die Lufthansa wollte in den festgefahrenen Verhandlungen am Mittwoch ein modifiziertes Angebot vorlegen, das sich ausschließlich mit Fragen der Vergütung und Eingruppierung der Stewards und Stewardessen beschäftigt. Zuvor hatte UFO umfassendere Gespräche über weitere Veränderungen beim Kabinenpersonal wie zum Beispiel den Einsatz von Leiharbeitern einseitig abgebrochen.

UFO will das neue Angebot nach eigenen Angaben schnell prüfen. Vor Donnerstag werde es aber voraussichtlich keine Bewertung geben, erklärte der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies. Die Mitglieder der Gewerkschaft haben sich bereits in einer Urabstimmung deutlich für den Streik ausgesprochen.

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    Für Freitag hat Lufthansa noch zu einer weiteren Verhandlungsrunde eingeladen. Baublies hält eine Einigung zu den Entgelten ohne ein Einlenken der Lufthansa bei den strukturellen Plänen für unmöglich. Es drohe eine deutliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

    • afp
    • dpa
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