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Tarifstreit Die Streikgefahr bei Eurowings und Lufthansa wächst wieder

Das Lufthansa-Management will im Tarifstreit weiterhin nicht mit UFO verhandeln. Die Flugbegleitergewerkschaft bereitet nun Urabstimmungen vor.
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Noch im Juli könnte es bei den Lufthansa-Airlines zum Streik kommen. Quelle: dpa
Eurowings

Noch im Juli könnte es bei den Lufthansa-Airlines zum Streik kommen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Passagiere von Lufthansa und der Tochtergesellschaft Eurowings müssen wohl doch wieder noch im Juli mit Streiks rechnen. Das Management hat ein Angebot der Flugbegleitergewerkschaft UFO ausgeschlagen, zum jetzigen Zeitpunkt Gespräche mit Arbeitnehmervertretern über offene Tariffragen und den Status der Arbeitnehmervertretung zu führen. Erst müssten die Unklarheiten bezüglich der internen Abläufe bei UFO geklärt werden, heißt es zur Begründung.

Bei der UFO reagiert man verständnislos auf die Antwort. „UFO und Lufthansa haben mit ausreichend Richtern und Experten zusammengearbeitet. Man könnte sich, statt einer rechtlichen Klärung, die Jahre brauchen würde, sofort zusammensetzen“, sagte Daniel Flohr, Tarifvorstand der UFO. Der Gewerkschaft lägen eindeutige Rechtsgutachten zu den strittigen Statusfragen vor, die in dem angebotenen vertraulichen Rahmen hätten besprochen werden können.

UFO hatte der Lufthansa vor wenigen Tagen ein sogenanntes Friedensangebot vorgelegt. Hintergrund ist ein Streit zwischen den beiden Tarifparteien um den aktuellen Status der Gewerkschaft. Die UFO hat sich durch einen Machtkampf an der Spitze und Misswirtschaft selbst in eine prekäre Situation gebracht.

Kürzlich trat fast der gesamte Vorstand zurück, eiligst wurden zwei Ersatzvorstände berufen, um die in der Satzung festgelegte Mindestzahl von drei Vorständen sicherzustellen. Doch einige Beiräte der UFO beklagen, dass es dabei formale Fehler gegeben hat.

Lufthansa hat deshalb erhebliche Zweifel, ob die Gewerkschaft überhaupt vertretungsberechtigt ist, also im Namen der Mitglieder verhandeln darf. Eventuell geschlossene Tarifverträge könnten im Zweifel gar nicht gültig sein, heißt es zur Begründung. Man sei aber grundsätzlich zu Gesprächen mit der UFO bereit, wenn diese die internen Unklarheiten beseitigt habe.

Das hält wiederum die UFO für vorgeschoben, weil parallel ein Tarifstreit bei der Lufthansa-Tochter Eurowings tobt. Dennoch hatte die UFO angeboten, die Unklarheiten zum eigenen Status in Gesprächen mit dem Konzern zu klären.

Dazu wird es nun wohl nicht kommen. Zwar betont bei der UFO, dass man weiterhin bereit sei, Unterhändlern der Lufthansa die Unterlagen und Rechtslage darzulegen. Gleichzeitig bereite man aber weiter Urabstimmungen und Arbeitskämpfe vor. „Mit dieser hastigen Reaktion der Lufthansa sind aus Sicht der Gewerkschaft Streiks in der Hauptreisezeit deutlich wahrscheinlicher geworden“, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Mehr: Mit harten Bandagen kämpfen die Gewerkschaften IGL und Verdi um die Mitglieder der angeschlagenen UFO. Die Krise bei der Lufthansa-Tochter Eurowings könnte ihnen helfen.

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