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Tarifstreit Gewerkschaft Ufo will Lufthansa noch in diesem Jahr erneut bestreiken

Die Lufthansa muss sich auf einen erneuten Streik der Kabinengewerkschaft Ufo einstellen. Am Freitag will die Gewerkschaft über die konkreten Zeiten informieren.
26.12.2019 Update: 26.12.2019 - 17:37 Uhr Kommentieren
Das Kabinenpersonal könnte schon in dennächsten Tagen in den Ausstand treten. Quelle: dpa
Flugbegleiterin mit Streik-Button

Das Kabinenpersonal könnte schon in dennächsten Tagen in den Ausstand treten.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Kabinengewerkschaft Ufo bereitet Streiks in den nächsten Tagen bei der Lufthansa vor. Das geht aus einer Information an die Mitglieder vom Donnerstag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Ufo möchte am Freitag um 17 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Gewerkschaft über die konkreten Zeiten des Streikaufrufs informieren. Informationen der Deutschen Presse-Agentur, dass der Streik noch in diesem Jahr stattfinden soll, bestätigte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies.

Die Gewerkschaft teilte ihren Mitgliedern mit, es habe über die Weihnachtsfeiertage weitere Versuche der Schlichter für kurzfristige Lösungen gegeben. Diese Versuche seien erfolglos geblieben. Die Lufthansa wollte sich zunächst nicht äußern.

Ein Lufthansa-Sprecher sagte am Donnerstag: „Wir als Lufthansa schauen konstruktiv nach vorne.“ Er fügte hinzu: „Wir sind weiter an einer großen Schlichtung interessiert. Streiks sind aus unserer Sicht keine Lösung.“ Die Lufthansa schaue nun auf die vorgeschlagenen Schlichtungstermine im Januar, ergänzte der Sprecher.

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    Vor Weihnachten hatten die beiden Schlichter – der frühere Chef der Arbeitsagentur, Frank-Jürgen Weise, und der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) – die seit Monaten zerstrittenen Tarifparteien zu einem weiteren Schlichtungsvorgespräch eingeladen. Dabei sollte der genaue Umfang der Themen festgelegt werden.

    In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1.500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

    Beide Seiten betonen immer wieder, eine möglichst umfassende Einigung mit einer Vielzahl tariflicher Themen anzustreben. Auf Grundzüge hatte man sich bereits im November bilateral geeinigt, war dann aber im gegenseitigen Misstrauen doch nicht zueinander gekommen.

    In der Zwischenzeit wurde Lufthansas Personalvorständin Bettina Volkens abberufen, die für einen moderateren Kurs mit der Ufo stand. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem eine Rücknahme von Kündigungen und Klagen gegen frühere und aktuelle Vorstandsmitglieder sowie eine Aufarbeitung des heftigen Konflikts der vergangenen Monate.

    Mehr: Der Ex-Arbeitsagenturchef Frank-Jürgen Weise und der SPD-Politiker Matthias Platzeck sind erfahrene Verhandlungsführer. Nun stehen die beiden vor ihrer bislang schwersten Schlichtung.

    • dpa
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