Tarifstreit Lufthansa und Piloten brauchen mehr Zeit

Ist es ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Die Piloten und die Lufthansa brauchen für ihren komplizierten Tarifkonflikt mehr Zeit. Die Verlängerung der Verhandlungen muss kein böses Omen sein.
Im Tarifkonflikt wollen beide Seiten länger verhandeln. Quelle: dpa
Lufthansa und Piloten

Im Tarifkonflikt wollen beide Seiten länger verhandeln.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit verlängern ihre Tarifverhandlungen bis Ende der Woche. Da noch nicht alle Punkte ausreichend diskutiert werden konnten, haben sich beide Seiten entschlossen, die Gespräche bis zum 5. August fortzusetzen, teilten die Lufthansa und Cockpit am Montagvormittag mit. Ursprünglich sollten die seit Monaten hinter verschlossenen Türen geführten Verhandlungen Ende Juli unter Dach und Fach sein.

Welche Details noch offen sind, dazu machten die beiden Tarifpartner keine Angaben. Wie schon bisher haben sie auch für die weiteren Verhandlungstage Stillschweigen vereinbart. Aber die Verlängerung muss nicht zwangsläufig auf eine Zuspitzung der Gespräche hindeuten: Die Tatsache, dass lediglich fünf Tage verlängert wird, signalisiert eher, dass man den Konflikt für grundsätzlich lösbar hält.

Ein Grund für die Verschiebung dürfte zum Beispiel sein, dass sich die Flugzeugführer ein besseres Bild über den wirtschaftlichen Zustand der Lufthansa machen wollen. Die Fluggesellschaft zieht am Dienstag Bilanz über die Geschäfte des zweiten Quartals. Die Vorzeichen stehen schlecht, da der Konzern wegen des Ausbleibens von Buchungen für Langstreckenflüge nach Europa vor anderthalb Wochen bereits die Gewinnprognose für dieses Jahr kassierte. Als Grund nannte Vorstandschef Carsten Spohr unter anderem die jüngsten Serie von Anschlägen in Europa.

Der Tarifstreit der Kranich-Airline mit ihren 5000 Piloten zieht sich bereits seit vier Jahren hin. Im Kern geht es neben der Erhaltung der Frühpension auch um die Kurs der Lufthansa. Vorstandschef Carsten Spohr forciert den Ausbau der neuen Billigflugtochter Eurowings, den Cockpit nicht gutheißt. Im Herbst verbot ein Gericht der Pilotengewerkschaft, wegen der Opposition gegen Eurowings zu streiken. Bis dahin hatten sie die Arbeit 13 Mal niedergelegt.

Das sind die sichersten Airlines der Welt
Platz 15: All Nippon Airways (Japan)
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Die Liste der 15 sichersten Fluglinien eröffnet All Nippon Airways. Im Jahr 2013 hatte ANA von Air Transport World (ATW) den Preis „Airline of the Year 2013“ erhalten. Nach Triebwerksproblemen im selben Jahr rutschte die Airline vom Spitzenplatz aus der Top Ten. ANA erreicht den Wert von 0,018, das macht Platz 15.

Platz 14: Virgin Atlantic Airways (Großbritannien)
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Vergangenes Jahr noch auf Platz 16: Die Flotte der Virgin Atlantic besteht aus 38 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 8,4 Jahren. Jährlich befördert die Airline 5,3 Millionen Passagiere – bisher ohne jeden Absturz. Platz 14 mit einem Index von 0,017.

Einmal im Jahr stellt das Flugunfallbüro Jacdec für das Fachmagazin „Aero International“ ein Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften auf. Die Sicherheit berechnet sich nach der Anzahl der Ausfälle pro Flugkilometer, gewichtet um die Schwere des Unfalls und einen Landesfaktor. Da alle Unfälle der vergangenen 30 Jahre zeitlich gewichtet in die Statistik eingehen, schneiden viele Airlines wegen schwerer Unglücke in der Vergangenheit schlecht ab.

Platz 13: Qantas (Australien)
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Qantas verlor seit 56 Jahren kein Flugzeug bei einem Unfall. Der letzte tödliche Unfall liegt sogar 69 Jahre zurück. In den vergangenen zwei Jahren reihte sich die Fluggesellschaft in die Top Ten ein. Nun rutscht sie mit einem Index von 0,016 auf Platz 13 ab.

Platz 12: Lufthansa (Deutschland)
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Die größte Airline Deutschlands verpasst wie auch im vergangenem Jahr knapp die Top Ten. Lufthansa kann auf eine sehr gute Sicherheitsbilanz blicken: Der letzte Unfall mit Todesfolge liegt 21 Jahre zurück, in den vergangenen Jahren kam es zu vereinzelten Zwischenfällen. Im Sicherheitsranking bleibt der Kranich mit einem Index von 0,016 wie im Vorjahr auf Platz zwölf.

Keine Platzierung: Germanwings (Deutschland)
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Die Lufthansa-Tochter Germanwings, die 2015 mit einem vom Copiloten vorsätzlich in die Alpen gelenkten Airbus die Sicherheitsdebatte in der Zivilluftfahrt beherrschte, ist wegen ihrer Verkehrsleistung nicht unter den 60 weltgrößten Airlines. Dadurch verzeichnete 2015 keine Gesellschaft aus der hier betrachteten Gruppe ein größeres Unglück – obwohl es auch Unfälle gab, bei denen Flugzeuge als Totalverlust abgeschrieben werden mussten. Menschenleben waren dabei nicht zu beklagen.

Platz 11: Jetblue Airways (USA)
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Jetblue Airways verzeichnete in ihrer Geschichte keine Zwischenfälle mit Todesopfern oder Flugzeugverluste. Einige Zwischenfälle erlangten jedoch breite mediale Aufmerksamkeit, so wie der im September 2014: Der Jetblue-Flug 1416 musste nach einer Feuermeldung im rechten Triebwerk am Startflughafen notlanden. Aufgrund von Rauch musste eine Person zur Beobachtung ins Krankenhaus. Danach gab es keine Zwischenfälle – Rang elf mit einem Index von 0,016.

Platz 10: TAP Portugal (Portugal)
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Die größte portugiesische Airline TAP Portugal fliegt in Deutschland unter anderem Frankfurt, Hamburg und München an. Mit knapp 80 Flugzeugen in der Flotte gehören die Portugiesen zu den kleinen Mitgliedern der Star Alliance. 39 Jahre ohne Unglück sorgen mit einem Index von 0,015 für eine gute Platzierung im Ranking.

Ein anderer lange Zeit schwelender Arbeitskonflikt wurde Anfang Juli so gut wie beigelegt: Mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo ist in einer Schlichtung ein langfristiger neuer Tarifvertrag vereinbart worden. Allerdings muss das Kabinenpersonal der Schlichtungsvereinbarung noch in einer Urabstimmung zustimmen, die bis zum 10. August läuft.

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