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Tarifstreit UFO bestreikt die Lufthansa nun doch nicht

Die Gewerkschaft bricht ihre Streikvorbereitungen bei der Lufthansa ab. Denn der Konzern hat einen neuen Vorstoß zur Lösung des Tarifstreits unternommen.
20.01.2020 Update: 20.01.2020 - 14:51 Uhr Kommentieren
Tarifstreit: Lufthansa will in dieser Woche mit UFO verhandeln Quelle: AFP
Lufthansa-Maschinen

Rund 2000 Flüge sind wegen Streiks bereits ausgefallen.

(Foto: AFP)

Frankfurt Bei der Lufthansa droht vorerst nun doch kein Streik der Flugbegleiter. Die Gewerkschaft UFO brach am Montag nach eigenen Angaben ihre Vorbereitungen für den Arbeitskampf ab.

Beide Seiten wollen nun die Möglichkeiten erneuter Gespräche ausloten. „Um diesem Versuch eine ernsthafte Chance zu geben, haben wir erst einmal bei allen Vorbereitungen zu Streiks auf Pause gedrückt und werden über die Inhalte des Vorschlags nicht öffentlich diskutieren“, erklärte UFO-Sprecher Nicoley Baublies. Es werde bilateral geklärt, ob und wie die von Lufthansa angebotenen Verhandlungstermine dazu genutzt würden.

Ursprünglich hatte die UFO am Mittwoch einen neuerlichen ausgeweiteten Streik ankündigen wollen. Zum Inhalt der neuerlichen Annäherung machten beide Seiten keine Angaben, da noch Details ungeklärt seien.

Die vorerst letzten Gespräche waren an der Frage gescheitert, ob man die Mediation tariffremder Fragen einer Schlichtung vorschalten sollte. Die UFO hatte die von Lufthansa für das gesamte Verfahren verlangte Friedenspflicht nicht akzeptiert. Die Lufthansa wollte andererseits den Einstieg in die Schlichtung nicht von einer einvernehmlichen Lösung in der Mediation abhängig machen.

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    Nun scheint ein sofortiger Einstieg in die Mediation möglich zu sein. Der Lufthansa-Konzern hat der UFO zudem mehrere Verhandlungstermine zu tariflichen Fragen für diese Woche angeboten.

    In dem Konflikt hat UFO seit Oktober bereits drei Streikwellen bei Flugbetrieben des Lufthansa-Konzerns veranstaltet. Rund 2000 Flüge sind bislang ausgefallen.

    Am Donnerstag war zunächst der insgesamt dritte Versuch gescheitert, in dem festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen dem Konzern und den Flugbegleitern in eine Schlichtung mit zusätzlicher Mediation zu tariffremden Fragen einzusteigen. Als Schlichter sollen Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise agieren, die auch schon an den Anbahnungsgesprächen beteiligt waren.

    Mehr: Die Zahl der Bieter für Condor steigt, mehrere haben offenbar ein ernsthaftes Interesse – wie Wizz Air. Doch für Condor sind noch einige Fragen offen.

    • dpa
    • rtr
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