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Tarifverhandlungen Fragiler Frieden bei der Bahn

Die Tarifverträge bei der Deutschen Bahn laufen aus. Ein neuer Streit mit den Gewerkschaften EVG und GDL und teure Streiks wie 2015 können sich weder der angeschlagene Staatskonzern noch Vorstandschef Grube leisten.
29.08.2016 - 06:34 Uhr
Er muss mit den Gewerkschaftsbossen von EVG und GDL bei den anstehenden Tarifverhandlungen eine Einigung finden. Quelle: dpa
Bahnchef Rüdiger Grube

Er muss mit den Gewerkschaftsbossen von EVG und GDL bei den anstehenden Tarifverhandlungen eine Einigung finden.

(Foto: dpa)

Berlin Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt war bester Laune. Im Inter-City-Express auf dem Weg nach Hamburg plauderte der CSU-Politiker entspannt vor sich hin. „Die Bahn muss ihren Gewinn nicht maximieren“, sagte der oberste Dienstherr von Konzernchef Rüdiger Grube. Dauerhafter Verlust sei zwar nicht akzeptabel, aber neben betriebswirtschaftlichen gebe es schließlich auch „gesellschaftliche Ziele“.

Grube, berichten Mitarbeiter der Deutschen Bahn, wäre beinahe die Kaffeetasse aus der Hand gefallen. Aber wortgewandt und spontan wie der 65-jährige Manager ist, nahm er die überraschende Ansage auf. „Gewinnmaximierung um jeden Preis wäre sicher ein Fehler“, sagte Grube, um dann einzuwenden: „Es wäre aber auch falsch, wenn wir mit dem Geldverdienen aufhörten.“

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