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Tarifverhandlungen Weitere Streiks bei der Bahn

Der Tarifkonflikt bei der Bahn eskaliert weiter: Die Mitglieder der Lokführer-Gewerkschaft haben mit großer Mehrheit für weitere Arbeitsniederlegungen gestimmt. Wann und wo gestreikt wird, ist noch unklar.
04.10.2014 - 12:12 Uhr Kommentieren
GLD-Mitglieder bei einem Warnstreik im September: Die GDL fordert fünf Prozent mehr Lohn, eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um zwei auf 37 Stunden und zudem bessere Schichtpläne. Quelle: dpa

GLD-Mitglieder bei einem Warnstreik im September: Die GDL fordert fünf Prozent mehr Lohn, eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um zwei auf 37 Stunden und zudem bessere Schichtpläne.

(Foto: dpa)

Frankfurt/ Berlin Bahnkunden müssen sich in der kommenden Woche auf weitere Streiks gefasst machen. In einer Urabstimmung der Lokführer-Gewerkschaft GDL votierten 91 Prozent für Arbeitsniederlegungen. „Wir haben mit einer großen Zustimmung des Zugpersonals gerechnet, dieses Ergebnis ist jedoch absolut überzeugend“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Donnerstag nach Auszählung der Stimmen von mehr als 16.000 Mitgliedern.

Über das verlängerte Wochenende will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) aber nicht zum Streik aufrufen.

Die Gewerkschaft will nach Weselsky Worten zunächst ein neues Bahn-Angebot prüfen und sich dazu am Montag äußern. Nach einer ersten Durchsicht bleibe er aber skeptisch. Die GDL werde dennoch verantwortungsvoll mit ihrer Streikmacht umgehen.

„Wir werden Schritt für Schritt den Druck erhöhen“, kündigte Weselsky an. Die Deutsche Bahn kritisierte die Haltung der GDL. „Wir versuchen, uns bestmöglich vorzubereiten“, erklärte ihr Personalvorstand Ulrich Weber. Allerdings sei das schwierig, weil unklar sei, wann, wo und wie lange gestreikt werde.

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    Das Management des Staatskonzerns warf der Lokführer-Gewerkschaft mangelnde Gesprächsbereitschaft vor. „Wir können nur zu Ergebnissen kommen, wenn ein Partner da ist, mit dem wir sprechen können“, sagte Weber. Angesichts der harten Haltung der Gegenseite sehe er derzeit für eine Schlichtung „noch keinen Raum“. Wenn über Streiks gesprochen werde, gehe es um täglich über fünf Millionen Bahnkunden. Weber kündigte Gespräche mit Bahn-Mitarbeitern – auch von der Konkurrenzgewerkschaft EVG – darüber an, wer im Zuge von Einsatz- und Schichtplänen im Streikfall zur Arbeit bereit sei.

    Die GDL fordert fünf Prozent mehr Lohn, eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um zwei auf 37 Stunden und zudem bessere Schichtpläne. Ein zentraler Punkt des Konflikts ist außerdem der Anspruch der GDL, künftig neben den Lokführern auch Zugbegleiter und Rangierführer vertreten zu wollen. Darüber streitet sich die Lokführer-Gewerkschaft auch mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).

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