Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Tarifvertrag endet Bahn droht neuer Ärger mit Lokführern

Noch ist es nur ein Forderungskatalog der Lokführergewerkschaft. Doch er zeichnet den Weg für einen Tarifkonflikt vor, der die Republik in diesem Sommer erschüttern könnte. Die Folge könnten schon bald Streiks sein.
20.06.2014 - 10:42 Uhr Kommentieren
Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) könnten bald an zahlreichen Bahnhöfen zu sehen sein, wenn ihre Forderungen nicht genehmigt werden. Quelle: dpa

Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) könnten bald an zahlreichen Bahnhöfen zu sehen sein, wenn ihre Forderungen nicht genehmigt werden.

(Foto: dpa)

Berlin Die Lokführer rütteln am Brandenburger Tor. Das ist natürlich bildlich gemeint: Im Frühjahr 2008 einigten sich die beiden Bahngewerkschaften mit dem Staatskonzern Deutsche Bahn auf ein Modell, das damals dem Berliner Wahrzeichen nachempfunden wurde. Sechs Säulen, jede steht für eine Berufsgruppe. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vertritt seitdem fünf von ihnen. Für die sechste Gruppe, die Lokführer, ist die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zuständig. Mit dieser klaren Machtverteilung ist es nun vorbei. Der absehbare Konflikt könnte schon bald in Streiks münden.

Denn die Basis des bisherigen Burgfriedens geht am 30. Juni verloren. Dann läuft der Grundlagentarifvertrag aus, in dem das Säulenmodell festgeschrieben ist. Die GDL will das als Chance nutzen, um ihren Einflussbereich zu vergrößern. Ihr Vorsitzender Claus Weselsky hat die Marschrichtung vorgegeben: „Jetzt sind wir auch bei den Zugbegleitern stark genug aufgestellt, dass wir für sie verhandeln können.“

Die GDL-Tarifkommission erhebt dementsprechend ihre Forderungen für die kommende Tarifrunde „für das gesamte Zugpersonal“. Dazu zählen außer den 20.000 Lokführern etwa 3100 Lokrangierführer sowie 11.700 Zugbegleiter und andere Service-Mitarbeiter. Das ist eine Kampfansage an die EVG, die rund 210.000 Mitglieder hat, sechsmal so viele wie die GDL.

Der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner hat schon vor Wochen klargemacht, dass seine Gewerkschaft im Gegenzug ab 1. Juli auch wieder Tarifverträge für Lokführer anstreben werde. Etwa jeder vierte Lokführer sei bei der EVG organisiert. Zu Ende gedacht, hieße das aber, dass für eine Berufsgruppe zwei Tarifverträge gelten würden. Eine Situation, die die Bahn unbedingt vermeiden will.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Der Forderungskatalog der GDL ist lang
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Tarifvertrag endet - Bahn droht neuer Ärger mit Lokführern
    0 Kommentare zu "Tarifvertrag endet: Bahn droht neuer Ärger mit Lokführern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%