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Taxifahrer gehen auf Barrikaden Protest gegen Uber sorgt für Verkehrschaos in Brüssel

Weil sie unter anderem eine Autobahnausfahrt blockierten, haben Taxifahrer Brüssel ins Verkehrschaos gestürzt. Sie demonstrierten gegen den US-Fahrdienst Uber – und statteten auch den EU-Institutionen einen Besuch ab.
16.09.2015 Update: 16.09.2015 - 16:16 Uhr
Eine Taxi-Demo mit Fahrern aus ganz Europa hat in Brüssel für ein Verkehrschaos gesorgt. Quelle: Reuters
Protest gegen Uber

Eine Taxi-Demo mit Fahrern aus ganz Europa hat in Brüssel für ein Verkehrschaos gesorgt.

(Foto: Reuters)

Brüssel Hunderte Taxifahrer haben in Brüssel am Sitz der EU gegen den umstrittenen US-Fahrdienstanbieter Uber protestiert. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr lösten sie damit in der belgischen Hauptstadt ein Verkehrschaos aus. Ein langer Autokorso endete am Mittwoch im Europaviertel vor den EU-Institutionen. Demonstranten zündeten Böller und Warnraketen. Ein Polizist sprach von rund 800 protestierenden Chauffeuren.

Die Fahrer wehren sich gegen das US-Unternehmen, weil es mit seinen Angeboten den Preisverfall bei den Fahrdiensten fördere. Uber bietet über eine Smartphone-App verschiedene Fahrdienste an, darunter auch von privaten Fahrern. Bereits im März hatte ein Taxiprotest die europäische Hauptstadt lahmgelegt.

„Seit Uber auf dem Markt ist, sind meine Einnahmen um 30 Prozent gesunken“, sagte Michèle Kaiser, die seit mehr als drei Jahrzehnten Taxi fährt. Kaiser und ihre Kollegen werfen dem Unternehmen vor, sich wettbewerbswidrig zu verhalten. „Wir warten darauf, dass der Einsatz von Uber juristisch geklärt wird, aber nichts passiert“, kritisierte sie.

Zu dem Protest waren auch Taxis aus anderen Ländern Europas gekommen, unter anderem aus Frankreich, Italien und der Schweiz. Die deutschen Taxiunternehmen würden die Proteste unterstützen, erklärte der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands, Michael Müller, in Frankfurt. „Wir wollen den Wettbewerb, aber wir wollen ihn zu fairen und gleichen Bedingungen für alle Marktteilnehmer.“

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    Plakate, Blockaden und ein Stein gegen Taxi-Apps
    huGO-BildID: 37463624 Demonstrators surround a car, suspected to be a private taxi during a 24 hour taxi strike and protest in Madrid, Spain, Wednesd
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    Unterwegs im Auftrag von Uber? In Madrid umrunden die demonstrierenden Taxifahrer, die gegen die neuartige Konkurrenz protestieren, diese Limousine. Die Polizei eilt heran, um Auto und Fahrer zu schützen.

    (Foto: ap)
    Berliner Taxifahrer demonstrieren
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    Der Stein des Anstoßes: Die Handy-App Uber vermittelt zwischen eigenständigen Fahrern und Fahrgästen. Die Taxifahrer befürchten, dass diese neue, weitgehend unregulierte Konkurrenz ihr Geschäftsmodell zerstört.

    (Foto: dpa)
    huGO-BildID: 37463867 A demonstrator carries a mock coffin with a message reading 'They want to kill us - Uber' during a 24 hour taxi strik
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    Drastische Worte: „Sie wollen uns umbringen“, meint dieser spanische Taxifahrer, niedergeschrieben auf einem Sargimitat. In Madrid streikten fast alle Taxifahrer den ganzen Tag. Einige griffen auch zu drastischen Mitteln...

    (Foto: ap)
    huGO-BildID: 37463632 Police officers look at a a car that was damaged by demonstrators after it was suspected to be a private taxi during a 24 hour
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    Während der Demonstration in Madrid ist dieses Auto beschädigt worden – offenbar hielten es einige Krawallmacher für eine privat vermietete Limousine.

    (Foto: ap)
    FRANCE-TRANSPORT-LABOUR-TAXI-VTC
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    Nichts geht mehr: Außerhalb von Paris blockierten zahlreiche Taxifahrer die Autobahn.

    (Foto: AFP)
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    Exodus zu Fuß: Auch in anderen Städten demonstrierten die Taxifahrer. Weil sie in der südfranzösischen Stadt Marignane den Zugang zum Flughafen blockierten, liefen diese Passagiere das letzte Stück.

    (Foto: AFP)
    Naples taxi drivers strike
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    Proteste auch in Italien: Diese Taxifahrer blockierten in Neapel eine Straße, um auf sich aufmerksam zu machen. In einigen italienischen Städten gab es Behinderungen.

    (Foto: dpa)

    In der belgischen Hauptstadt war der Streik der Fahrer überall zu spüren. Schon am Morgen stauten sich die Autos. Wegen einer Blockade der Autobahnausfahrt zum internationalen Flughafen Zaventem mussten Reisende zu Fuß mit Polizeibegleitung zum Airport gehen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

    • dpa
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