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Technogym geht an die Börse „Gesundheit ist der neue Luxus“

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Weg vom Prinzip Muckibude, hin zur Gesundheitswelle
Mit Online-Fitness trainieren, wann und wo Sie wollen
Couch-Potatoe mit Folgen
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Es ist doch so: Unsere Arbeitstage sind lang und wir kleben regelrecht am Schreibtisch. Und nach der Arbeit fahren wir mit dem Auto oder der Bahn nach Hause und sitzen abends gemütlich auf dem Sofa. Das, man weiß es ja, bleibt nicht ohne Folgen: So ist Bewegungsmangel zu einem anerkannten gesundheitlichen Risikofaktor geworden, der zu Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen oder orthopädischen Beschwerden führen kann.

(Foto: dpa)
Fit im Wohnzimmer
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Wenn Sie auch zu denjenigen Menschen gehören, auf die eine Couch und eine gute DVD mehr Anziehungskraft haben als ein quietschbuntes Fitnessstudio mit wummernden Bässen, dann haben wir eine gute Nachricht: Sie können auch zu Hause im Wohnzimmer fit werden. Wie das geht, zeigt eine Übersicht in der aktuellen Ausgabe des Stern-Magazins „Gesund Leben“ (Nr. 5/2015), das gerade erschienen ist.

(Foto: picture alliance/dpa)
Die Vorbereitungen
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Viel brauchen Sie für das virtuelle Fitnesstraining in den eigenen vier Wänden eigentlich nicht. Laptop hochfahren, eine Yoga- oder Gymnastikmatte in Sichtweite auslegen, ein sportliches Outfit Ihrer Wahl und schon kann es losgehen. Wären da nur nicht so viele Online-Angebote, die quasi im Sekundentakt im Internet auftauchen...und was die alles versprechen!

(Foto: AFP)
Wer die Wahl hat, hat die Qual
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Mit nur einem Klick bieten Ihnen die digitalen Studios mehr Kurse und Work-outs, als Sie vermutlich jemals absolvieren können in diesem Leben. Und es gibt keine Stelle an Ihrem Körper, die Sie nicht gezielt trainieren können. Die Preise liegen zwischen 9 und 17 Euro pro Pro Monat und, so heißt es in dem Beitrag, manchmal gibt es sogar ein kostenloses Basisangebot.

(Foto: dpa)
Vorsicht für Sport-Novizen
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Doch, so das Fazit der Redaktion, ein Online-Fitnessstudio ist nicht für jeden geeignet. "Sport-Novizen werden von den Videos schlicht überfordert", heißt es. Ein echter Trainer würde da schon sofort sehen und korrigieren, wenn sich Fehler einschleichen - die am Bildschirm keiner bemerkt. "Wer nie oder lange nicht Sport getrieben hat, sollte zum (Wieder-)Einstieg eine Zeit lang unter fachkundiger Anleitung trainieren", heißt es auch in einem Online-Beitrag des Magazins "Fit for Fun".

(Foto: dpa)
Für Anfänger nur bedingt geeignet
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„Wer das nötige Kleingeld hat“, so rät die Fit for Fun, „leistet sich vielleicht sogar ein paar Stunden bei einem Personal Trainer, um das richtige Körpergefühl fürs virtuelle Heimtraining zu entwickeln.“ Wer aber schon ein bisschen Erfahrung hat und mit den klassischen Übungen vertraut ist, der kann profitieren. Sechs Angebote im Vergleich.

(Foto: Reuters)
New Moove: „In 6 Wochen unendlich fit“
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Einer der größten Anbieter ist New Moove, der zur Fitnesskette „Fitness First“ gehört. Auf diversen Testseiten schneidet das Online-Gym regelmäßig gut ab. Das Angebot beinhaltet 400 Kurse, in denen sich alles findet, was Sie auch aus dem normalen Fitnessstudio kennen. Auf Wunsch kann man sich auch einen individuellen Trainingsplan erstellen lassen.

Optik: Unspektakuläre Seite, die das Stern-Magazin als „realtiv langweilig“ bezeichnet.

Extras: Trainingskalender, Erinnerungsmails oder -sms, individuelles Problemzonentraining, spezielle Kurse für ältere Menschen.

Promi-Faktor: Stefan Ebertharter, ein ehemaliger Olympiasieger, leitet das Skitrainig.

Preis: 12,90 Euro Pro Monat. Kündigung jeweils 14 Tage vor Ablauf.

Zum Ausprobieren: Sieben Tage gratis testen.

Internet: www.newmoove.com

(Foto: Screenshot)

Alessandri weiß seine Erfolgsgeschichte zu verkaufen. Er beherrscht das perfekte Storytelling: „Vor 30 Jahren war Europa in puncto Fitness ein unbeschriebenes Blatt. Wir haben uns schnell bewegt, die richtigen Produkte entwickelt und dazu maßgeschneiderten Service, sodass heute unser Marktanteil doppelt so groß ist wie der unseres größten Wettbewerbers. Wir sind also gut aufgestellt.“

Die Geschichte von Technogym klingt ein bisschen wie die von Apple – dessen Gründer Steve Jobs er in den 1980er Jahren traf. Der gelernte Industriezeichner Alessandri begann in einer Garage und baute dort die ersten Geräte. Und er schaffte es, sehr schnell den globalen Trend vom Umschwenken vom Prinzip Muckibude zur ganzheitlichen Gesundheitswelle zu erkennen und für sich zu nutzen.

Er verband Fitness mit Wellness. Die Geräte sehen aus wie Designermöbel. Dazu kommt die digitale Verbindung, unter anderem mit der App „mywellness“. Eine Software bündelt die Daten von privaten Lauftrainings, digitalen Körperwaagen oder Crosstrainern im Fitnessstudio in einer Cloud.

Zum fünften Mal nach Sydney, Athen, Peking und London ist er offizieller Ausrüster für die Vorbereitung der Athleten in Rio. Er arbeitet für den italienischen Meister Juventus Turin und auch bei Bayern München sollen seine Geräte stehen. In den ersten Jahren hatte Alessandri nach Asien expandiert, jetzt richtet er sein Ziel auf die USA. Es klingt makaber, aber die Mission gegen Übergewicht anzugehen, verschafft ihm dort einen großen Markt.

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