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Terminal zwei auf Münchener Airport eröffnet Lufthansa sieht München als zweite Heimat

Der Münchener Flughafen sieht sich mit seinem neuen zweiten Terminal für den europäischen Wettbewerb gut gerüstet. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber, dessen Airline München neben Frankfurt als zweites deutsches Drehkreuz nutzen wird, bekräftigte, das Schlimmste in der krisengeschüttelten Luftfahrtbranche sei überstanden.

Reuters MÜNCHEN. „Der Flughafen München ist (...) erheblich aufgewertet worden und bietet nun beste Voraussetzungen, sich im Wettbewerb der großen europäischen Drehscheiben erfolgreich zu behaupten“, sagte Michael Kerkloh, Chef der Flughafen München GmbH, am Freitag bei der Eröffnungsfeier vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt. Mayrhuber ergänzte, München werde mit dem 1,2 Mrd. € teuren Neubau, an dem sich die Lufthansa als strategischer Partner mit 40 % beteiligt hat, eine neue erste Adresse im Weltluftverkehr. „Deutschland hat nun zwei gleichwertige Drehscheiben - und der Kranich seine zweite Heimat in Bayern.“ Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) sicherte Unterstützung für den Bau des Transrapids als Flughafenzubringer zu.

Mit dem neuen Abfertigungsgebäude, das in rund dreieinhalb Jahren Bauzeit entstand, erhöht München seine Kapazität auf jährlich bis zu 50 Mill. Fluggäste. Zwar verbuchte der Flughafen 2002 lediglich 23,2 Mill. Passagiere, bereits für 2015 wird aber mit 48 Mill. gerechnet. Damit wäre München etwa so groß wie heute der Hauptkonkurrent Fraport. Das neue Terminal soll exklusiv von der Lufthansa und ihren Partnergesellschaften genutzt werden. Am Sonntag, dem ersten Betriebstag des Terminal 2, werden bereits mehr als 600 Flüge über das neue Abfertigungsgebäude abgewickelt. „Übermorgen beginnt am Flughafen München eine neue Epoche“, sagte Kerkloh. Das neue Terminal biete Reisenden die Möglichkeit, innerhalb von 30 Minuten umzusteigen. Alleine die Gepäckförderanlage hat eine Länge von 40 Kilometern, insgesamt wurden 53 000 Tonnen Stahl und 230 000 Kubikmeter Beton für das Gebäude verarbeitet.

Lufthansa-Chef Mayrhuber gab sich trotz der weltweit schwachen Konjunktur, den Auswirkungen des Irak-Kriegs und der Lungenkrankheit Sars für seine Branche vorsichtig optimistisch. „Wir eilen von Krise zu Krise, aber die Talsohle ist inzwischen durchschritten“, sagte er. „2003 bleibt ein schwieriges Jahr. Wir werden es meistern - und zwar ohne Entlassungen!“

Kerkloh und Mayrhuber appellierten an die Politik, zügig die vom Freistaat geplante Transrapid-Strecke zur besseren Anbindung an die Münchener Innenstadt zu realisieren. Noch sei das Projekt nicht über alle Hürden geschwebt, sagte FMG-Chef Kerkloh. „Ich bin im Hinblick auf die Realisierungschancen dennoch optimistisch, weil ich die noch zu klärenden Fragen für lösbar halte.“ Bundesverkehrsminister Stolpe sagte, der Flughafen solle ein Drehkreuz mit guter Anbindung an die Münchener Innenstadt werden. „Das wird der Transrapid machen, gemeinsam werden wir das schaffen“, ergänzte er.

Unterdessen erklärte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) überraschend den Verzicht seiner Regierung auf den Bau der umstrittenen Magnetschwebebahn Metrorapid. „Wir verzichten auf den Metrorapid“, hieß es in einem am Freitag im Düsseldorfer Landtag kurz vor einer Koalitionsrunde verbreiteten vorläufigen Positionspapier Steinbrücks. Früheren Angaben der Bundesregierung zufolge sollten beide Magnetschwebebahn-Strecken einen staatlichen Zuschuss erhalten, wobei dieser für Bayern geringer als für NRW angesetzt worden war.

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