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Teure Turnschuhe Milliardenbewertung für Sneaker-Börse StockX

Der Sneaker-Kult nimmt immer gewaltigere Dimensionen an. An Online-Börsen wie StockX wird Streetwear mittlerweile im Stil von Wertpapieren gehandelt.
17.12.2020 - 07:59 Uhr Kommentieren
Adidas und die deutsche Porzellanmanufaktur Meissen haben einen Sneaker bei Sotheby's verkauft. Quelle: AFP
Begehrte Sammlerobjekte

Adidas und die deutsche Porzellanmanufaktur Meissen haben einen Sneaker bei Sotheby's verkauft.

(Foto: AFP)

Detroit Der Hype um rare Sportschuhe und Streetwear reißt auch in der Pandemie nicht ab - im Gegenteil. Die Sneaker-Börse StockX, auf der neben Kleidung angesagter Marken wie Supreme oder BAPE und seltenen Schuhen wie Jordans und Yeezys auch begehrte Handtaschen oder Uhren gehandelt werden, verzeichnet rasantes Wachstum und wird von Geldgebern immer höher bewertet.

Die Firma aus Detroit gab am Mittwoch (Ortszeit) bekannt, bei einer Finanzierungsrunde 275 Millionen Dollar zu einer Gesamtbewertung von 2,8 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro) erhalten zu haben.

Die 2016 gegründete Online-Börse, an der Sneakers im Stil von Aktien gehandelt werden, steht hoch im Kurs - erst im Juni 2019 hatte die Bewertung von StockX bei einer Finanzierungsrunde die Marke von einer Milliarde Dollar geknackt. Der Höhenflug zeigt, wie sehr das Geschäft mit begehrter Streetwear weiterhin boomt.

StockX steigerte den Umsatz 2020 nach eigenen Angaben um über 75 Prozent auf mehr als 100 Millionen Dollar. Insgesamt haben Investoren schon 490 Millionen Dollar in das Unternehmen gesteckt. Zu den Anteilseignern zählt unter anderem eine Beteiligungsgesellschaft von Rap-Mogul Shawn „Jay-Z“ Carter.

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    Dass der Handel mit limitierter Streetwear längst vom Untergrund-Phänomen zu einer großen Kommerzveranstaltung geworden ist, lässt sich nicht nur an der Entwicklung von StockX erkennen. Im November erst kaufte der Modekonzern VF Corporation die Streetwear-Marke Supreme für 2,1 Milliarden Dollar (1,7 Mrd Euro).

    Supreme war nur der Anfang

    Das Label mit dem rotweißen Logo entstand aus einem kleinen Geschäft in Manhattans Trendviertel SoHo, das zunächst Dreh- und Angelpunkt der Skater-Szene war. Mittlerweile ist Supreme eine internationale Modekette mit Filialen in Metropolen wie Paris und Tokio.

    Der Kult um seltene Sneaker zeigt sich auch bei Auktionen immer wieder. In New York wurde diese Woche ein Paar Turnschuhe aus Porzellan und Leder für 126.000 Dollar (rund 103 000 Euro) versteigert. Es seien 72 Gebote für das vom Sportartikelhersteller Adidas und der Porzellan-Manufaktur Meissen gemeinsam entworfene Einzelstück eingegangen, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit.

    Dies sei ein Weltrekordpreis bei einer Versteigerung für einen Adidas-Sneaker, sagte Sprecherin Adrienne DeGisi der Deutschen Presse-Agentur. Im Sommer hatte ein Paar Nike-Air-Sneakers von Basketball-Legende Michael Jordan bei Sotheby's sogar 560.000 Dollar eingebracht.

    Mehr: Sotheby’s versteigert Jordan-Sneakers für eine halbe Million Dollar

    • dpa
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