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Textilbündnis 1000 Maßnahmen sollen Bekleidungsproduktion nachhaltiger machen

Niedriglöhne und lange Arbeitszeiten bescheren der Modebranche einen schlechten Ruf. Das Textilbündnis will die Arbeitsbedingungen nun deutlich verbessern.
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Textil-Unternehmen wollen für bessere Arbeitsbedingungen sorgen Quelle: dpa
Textilfabrik in Bangladesch

Deutsche Textil-Unternehmen wollen für bessere Arbeitsbedingungen sorgen.

(Foto: dpa)

Berlin Das deutsche Textilbündnis plant für dieses Jahr mehr als 1000 Maßnahmen, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen, mehr Umweltschutz und faire Löhne in der weltweiten Textilproduktion durchzusetzen. Erstmals müssen die beteiligten Unternehmen dabei auch verbindliche Maßnahmen ergreifen, die darauf abzielen, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Produktionsländern existenzsichernde Löhne erhalten können, wie der Leiter des Bündnissekretariats Jürgen Janssen am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Dazu gehöre nicht zuletzt die Überprüfung des eigenen Einkaufsverhaltens einschließlich der eigenen Preispolitik.
Das Bündnis war Ende 2014 auf Initiative von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) als Antwort auf tödliche Unfälle in Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan gegründet worden. Ziele sind unter anderem menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion, sowie die Vermeidung gesundheitsschädlicher Chemikalien.

Dem Bündnis gehören unter anderem Modefirmen, Handelsketten, Verbände, Behörden und Hilfsorganisationen an. Zusammen repräsentieren sie nach eigenen Angaben knapp 50 Prozent des deutschen Textilmarktes. Allerdings schrumpfte die Zahl der Bündnismitglieder in den vergangenen zwölf Monaten durch Austritte, aber auch durch Unternehmensinsolvenzen und Fusionen von 130 auf 120.
Im vergangenen Jahr seien von den Bündnismitgliedern bereits 1100 Vorhaben realisiert worden, berichtete das Bündnis. Ein wichtiger Erfolg sei bei der Baumwolle erzielt worden. Rund 32 Prozent der von den Mitgliedern des Textilbündnisses verarbeiteten Baumwolle stamme inzwischen aus dem Bio-Anbau oder aus nachhaltiger Produktion. Damit sei die bis 2020 angestrebte Quote von 35 Prozent fast erreicht.

Mehr: Die Bundesregierung will deutsche Mode-Unternehmen zu besserem Menschenrechts-Schutz verpflichten.

  • dpa
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