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Textilkonzern Primark „Billig ist nicht gleich böse“

„Die Kritik trifft uns“: Der Textildiscounter Primark verteidigt sein Modell. Außerdem seien die Produktionsbedingungen der Kette „sehr gut“, sagt Nordeuropa-Chef Krogmann. Man verführe niemanden zu gedankenlosem Konsum.
08.08.2015 - 11:47 Uhr Kommentieren
Der Billigmodeladen verteidigt sich gegen Vorwürfe, er würde unter schlechten Bedingungen produzieren lassen. Quelle: Reuters
Ein Mädchen mit Primark-Einkaufstüte

Der Billigmodeladen verteidigt sich gegen Vorwürfe, er würde unter schlechten Bedingungen produzieren lassen.

(Foto: Reuters)

Hamburg Der Nordeuropa-Chef der Billig-Textilkette Primark, Wolfgang Krogmann, hat das Geschäftsmodell und die Produktionsbedingungen seines Unternehmens verteidigt. Die Ware von Primark komme aus den gleichen Fabriken in Bangladesch oder Kambodscha wie die der Mitbewerber, sagte Krogmann dem am Samstag veröffentlichten „Spiegel“. Die Bedingungen, unter denen die Kette produzieren lasse, halte er für „sehr gut“.

Der Textildiscounter mit Hauptsitz in Dublin bietet Kleidung zu extrem niedrigen Preisen an. Die Kette unterhält Läden in mehreren europäischen Ländern, auch in Deutschland. Das Unternehmen geriet in der Vergangenheit wiederholt in die Kritik, ihm wurden menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Dumpinglöhne vorgeworfen.

„Die Kritik trifft uns“, sagte Krogmann. Das Unternehmen müsse einfach immer wieder erklären, nach welchem Prinzip es arbeite. „Und dass billig nicht gleich böse ist.“

Auch den Vorwurf, Primark verführe seine Kunden zu gedankenlosem Konsum, wies Krogmann zurück. „Es ist nicht die Aufgabe von Primark, einer 16-Jährigen ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie viele Paar Schuhe sie besitzen muss.“

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