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Textilunternehmer Verbesserungen in Bangladesch brauchen Zeit

Mehr als 1100 Textilarbeiter sind beim Fabrikeinsturz vor rund einem Jahr ums Leben gekommen, nun werden weitere Missstände bekannt: Rissige Säulen, überladene Etagen. In einem halben Jahr sollen die Mängel behoben sein.
12.03.2014 - 15:57 Uhr Kommentieren
Im April 2013 ist das achtstöckige Gebäude in Dhaka in sich zusammengebrochen. Es war eine der schlimmsten industriellen Katastrophen der Welt. Quelle: AFP

Im April 2013 ist das achtstöckige Gebäude in Dhaka in sich zusammengebrochen. Es war eine der schlimmsten industriellen Katastrophen der Welt.

(Foto: AFP)

Dhaka Bangladeschs Textilfabrikanten glauben nicht, dass die Mängel in den Unternehmen in dem südasiatischen Land so schnell behoben werden können wie von internationalen Konzernen gewünscht. Um die Gebäude zu sanieren und die Elektrik zu reparieren sei Zeit notwendig, sagte Nasirudin Ahmed Chowdhury vom Verband der Textilfabrikanten und -exporteure Bangladesch am Mittwoch in Dhaka.

Eine neue Initiative für Feuer- und Gebäudesicherheit, die nach dem Fabrikeinsturz mit mehr als 1100 Toten vor fast einem Jahr gegründet worden war, hatte am Vortag zahlreiche Missstände öffentlich gemacht. Inspekteure fanden Risse in Säulen, minderwertiges Baumaterial, mit zu schweren Geräten überladene Etagen und nicht genehmigte Stockwerke. Sie wiesen die lokalen Textilunternehmer an, die Mängel innerhalb von vier oder sechs Monaten zu beheben. Die Unternehmer in Bangladesch wollen nun prüfen, ob die Fristen realistisch sind.

Diese Inspektionen sind das Ergebnis eines freiwilligen Textil-Abkommens, das von mehr als 150 vor allem europäischen Handelskonzernen der Textilbranche unterzeichnet wurde. Zunächst wurden zehn Berichte veröffentlicht. Darin ist auch von freiliegenden Kabeln, unzureichendem Feuerschutz und verschlossenen Ausgängen die Rede. Weitere Berichte sollen folgen, insgesamt will die Initiative 1500 der rund 4000 Fabriken des Landes unter die Lupe nehmen.

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