Tierische Zutaten Kein Fisch mehr in Valensinas O-Saft

Für Verbraucher ist es nahe unmöglich, mit letzter Gewissheit Tierprodukte in Lebensmitteln zu meiden. Nach Protesten von Veganern und Vegetariern reagieren jetzt einige Hersteller und verzichten auf tierische Zusätze.
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Fisch im O-Saft? Bein einigen Herstellern keine Seltenheit, denn Gelatine wird genutzt, um den Saft zu filtern. Quelle: Colourbox.com

Fisch im O-Saft? Bein einigen Herstellern keine Seltenheit, denn Gelatine wird genutzt, um den Saft zu filtern.

(Foto: Colourbox.com)

DüsseldorfFisch im O-Saft? Das ist keine Seltenheit, denn viele Produkte werden mit Gelatine gefiltert. Für Vegetarier und Veganer, die aus Überzeugung kein Fleisch oder keine tierischen Produkte essen, ein großes Ärgernis. Immerhin gibt es eine gute Nachricht aus der Saft-Branche, denn Produkte von Valensina enthalten keine versteckten tierischen Bestandteile mehr.

Das erklärte der Hersteller gegenüber der Verbraucherorganisation Foodwatch. Er reagierte damit auf die Beschwerden zahlreicher Konsumenten. Bislang enthielt der Multivitaminsaft von Valensina Fischgelatine als Trägerstoff für Vitamine, der Orange-Ananas-Saft wurde mit Schweinegelatine von Trübstoffen befreit – beides wurde auf dem Etikett nicht angegeben.

Saft ist nur eines der vielen Beispiele für versteckte tierische Zutaten. Dasselbe gilt beispielsweise auch für Apfelrotkohl, in dem sich Schweineschmalz befindet und laut NDR-Recherchen wird Tomatencremesuppe mit Speckfett zubereitet. Besonders häufig wird in der Industrie aber Gelatine eingesetzt. In Puddings, Quarkspeisen oder Lakritz. Dort muss es allerdings auf der Verpackung draufstehen; anders, als bei Saft, Sekt und Wein.

Nachdem die Verbraucherschützer im Sommer 2012 öffentlich gemacht hatten, dass in vielen vermeintlich veganen oder vegetarischen Lebensmitteln Tierprodukte versteckt sind, forderten zehntausende Verbraucher eine bessere Kennzeichnung tierischer Bestandteile. Einige Hersteller wie Eckes Granini (Hohes C) oder Milram hatten nach der Kritik bereits ihre Rezepturen geändert - nun folgte mit Valensina ein weiteres Unternehmen. Nach wie vor fehlt aber eine gesetzliche Regelung: Enthält ein Lebensmittel tierische Bestandteile muss dies nicht immer auf der Packung angegeben werden.

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