Tiffany will Stellen streichen Starker Dollar vermiest das Weihnachtsgeschäft

Der starke Dollar macht dem Edeljuwelier Tiffany zu schaffen. Wegen hoher Wechselkurse hielten sich Touristen während der Weihnachtszeit mit Schmuckkäufen zurück. Nun will der Konzern Stellen abbauen.
Kunden kauften 2015 weniger Schmuck. Händler insbesondere in den USA hatten zusätzlich unter dem starken Dollar zu leiden. Quelle: Reuters
Flagship-Store in New York

Kunden kauften 2015 weniger Schmuck. Händler insbesondere in den USA hatten zusätzlich unter dem starken Dollar zu leiden.

(Foto: Reuters)

BangaloreDer starke Dollar hat dem Edeljuwelier Tiffany das Weihnachtsgeschäft verhagelt. Vor allem Touristen schreckten deshalb vor Käufen in dem Traditionsgeschäft zurück. Im November und Dezember, die das wichtige Geschäft rund um den US-Feiertag Thanksgiving sowie Weihnachten umfassen, gingen die Umsätze um sechs Prozent zurück, wie Tiffany am Dienstag bekanntgab. Das für sein Hauptgeschäft auf der Fifth Avenue in New York bekannte Unternehmen reagiert mit Stellenstreichungen auf den Gegenwind.

Zu schaffen machten dem 1837 gegründeten US-Unternehmen auch hohe Ausgaben für die Entwicklung und Vermarktung neuer Kollektionen für jüngere modebewusste Kunden. Außerdem ist Schmuck als Geschenk zu den Feiertagen nicht mehr so begehrt wie früher. Durch die Weigerung, Rabattaktionen zu gewähren, verzichtet Tiffany Analysten zufolge zudem auf zusätzliche Einnahmen von weniger betuchten Kunden.

Der Juwelier rechnet auch im Gesamtjahr, das zum 31. Januar endet, wegen des hohen Dollar-Kurses mit Umsatzeinbußen von zehn Prozent. Das liegt am oberen Ende der bislang veranschlagten Spanne von fünf bis zehn Prozent. In der Prognose ist noch nicht ein Sonderaufwand von vier Cent je Aktie im Schlussquartal für die Entlassung von Mitarbeitern enthalten. Tiffany will die Zahlen für das vierte Quartal am 18. März vorlegen. Zum Umfang der Stellenstreichungen machte der Juwelier keine Angaben.

Der Dollaranstieg hat nicht nur zur Folge, dass Touristen in den USA weniger Geld ausgeben. Im Ausland erzielte Umsätze sind in heimischer Währung auch weniger wert. Mehr als die Hälfte seiner Erlöse erzielt der Luxusjuwelier außerhalb der USA. Um die Effekte zumindest teilweise wettzumachen, hat Tiffany Preise angehoben und Kollektionen aufpoliert. Für 2016 geht Tiffany wegen des starken Greenbacks mit „minimalen Umsatz- und Ergebniszuwächsen“ aus.

Die zehn beliebtesten Luxusgüter der Welt
Rang 10: Luxus-Kreuzfahrten
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Die Demografie- und Einkommensentwicklung wirkt sich positiv auf die Luxus-Kreuzfahrt-Industrie aus. Rund zwei Milliarden Euro Umsatz wurden 2015 in diesem Marktsegment erwirtschaftet. Im Vergleich zu 2014 ist der Markt um vier Prozent (wechselkursbereinigt) gewachsen. Damit sind Kreuzfahrten unter den Reichen nach wie vor sehr gefragt. Insbesondere Fahrten zu ungewöhnlichen Reisezielen waren in diesem Jahr beliebt.

Rang 9: Luxus-Jachten
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Der Luxus-Jacht-Markt stagniert. 2015 wurden – genauso wie im Vorjahr – weltweit sieben Milliarden Euro in diesem Segment umgesetzt. Das reicht jedoch aus, um einen Platz in der Top Ten der beliebtesten Luxusgüter zu ergattern. Eine positive Tendenz hat sich zudem abgezeichnet: Die Nachfrage nach Halbfertigerzeugnissen in der Industrie aus China und dem Vereinigten Königreich ist zuletzt gestiegen.

Rang 3: Luxuriöse Privatjets
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Privatjets waren 2015 das achtgrößte Segment auf dem Luxusgütermarkt mit einem Umsatz von 21 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage um 14 Prozent gewachsen, wechselkursbereinigt ist das Wachstum jedoch sogar um einen Prozent gesunken. Nordamerika ist hier der stärkste Markt.

Rang 7: Hochwertige Designerwaren
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Das zweite Jahr in Folge ist die Nachfrage auf dem Designmarkt gestiegen – wechselkursbereinigt um vier Prozent auf 32 Milliarden Euro. Beliebt waren im vergangenen Jahr vor allem hochwertige Wohn- und Schlafzimmermöbel, sowie Designerlampen. Besonders der europäische Markt konnte von den positiven Wechselkursentwicklungen profitieren, insbesondere Italien und Deutschland kam dies zugute. Den größten Verkaufskanal bildet nach wie vor der Großhandel (66 Prozent), der Online-Handel macht in diesem Segment zurzeit noch einen geringen Anteil aus, wächst aber stetig.

Rang 6: Bildende Künste
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Luxusgüter aus der bildenden Kunst machen 70 Prozent des gesamten Kunstmarkts aus. Die sich schnell entwickelnden Online-Kanäle bilden eine vielversprechende Plattform für interessierte Sammler, die noch keine Marktkenner sind. Der größte Markt ist in diesem Segment die USA, der vor allem in New York floriert.

Rang 5: Delikatessengeschäft
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Ähnliches gilt für das Delikatessengeschäft. In diesem Segment wurden 2015 45 Milliarden Euro umgesetzt, der Markt ist im Vergleich zu 2014 um vier Prozent gewachsen. Insgesamt wurden in der Sparte mit dem Delikatessengeschäft und Luxus-Spirituosen 108 Milliarden Euro auf der ganzen Welt umgesetzt.

Rang 4: Luxusweine und Spirituosen
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Mit Luxusweinen und Spirituosen wurden 2015 64 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von drei Prozent (wechselkursbereinigt) im Vergleich zum Vorjahr. Auf der ganzen Welt konnte Luxuswein ein solides, organisches Wachstum verzeichnen. Experten rechnen zukünftig mit einer besonders starken Kaufkraft der Touristen in diesem Marktsegment, da sie den Wertverlust des Euro für Luxus-Shoppingtouren in Europa nutzen.

An der New Yorker Börsen kam der Zwischenbericht nicht gut an. Die Aktie fiel gegen den allgemeinen Marktrend um knapp fünf Prozent. Zwischenzeitlich war sie sogar auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren abgesackt.

  • rtr
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