Top-Manager steigen aus Chaos bei Uber geht weiter

Der angeschlagene Fahrdienstvermittler Uber kommt nicht zur Ruhe. Nur sieben Monate hielt es der neue Top-Manager für die Entwicklung von Mitfahrangeboten auf seinem Posten aus. Jeff Jones tritt ab.
Update: 20.03.2017 - 10:46 Uhr 1 Kommentar

Eklat im Taxi und Sexismus bei Frauen – Für Uber läuft es schlecht

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San FranciscoDer Fahrdienstvermittler Uber muss nach einer Serie von Abgängen im Management nun auch einen Abschied aus der obersten Führungsetage hinnehmen. Nach nicht einmal sieben Monaten im Amt warf am Sonntag mit Präsident Jeff Jones jener Konzernlenker hin, der das mitunter raue Image der Firma glätten sollte. Er sei mit dem Ziel angetreten, Uber zu Reife und nachhaltigem Erfolg zu führen, sagte Jones der Nachrichtenagentur Reuters. Seine Erfahrungen bei Uber stünden aber nicht im Einklang mit seinen Maßstäben für Führungsstil. Allerdings könnte auch ein Machtkampf eine Rolle gespielt haben, denn der als Nummer zwei hinter Konzernchef Travis Kalanick gehandelte Jones drohte schon bald in seiner Verantwortung beschnitten zu werden.

„Mir ist klargeworden, dass meine Ideale und Überzeugungen der Unternehmensführung nicht mit dem übereinstimmen, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe“, erklärte Jones. Der Marketingfachmann war vom Einzelhändler Target zu Uber gekommen, um den nach einer Reihe von Skandalen angeschlagenen Ruf der kalifornischen Firma aufzupolieren. So machte eine frühere Mitarbeiterin Schlagzeilen mit Vorwürfen, Uber toleriere in seiner Zentrale in San Francisco sexuelle Belästigung. Zudem gibt es Patentstreitigkeiten mit der Google-Mutter Alphabet, Zwist mit Fahrern über Honorar-Kürzungen und Streit über technische Tricksereien, mit denen Uber Auflagen örtlicher Behörden umgehen wollte.

In diesen Großstädten ist Taxifahren am teuersten
Platz 10: Hannover
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In rund 80 Prozent der deutschen Tarifgebiete hat die Einführung des Mindestlohns zu einer Erhöhung der Taxigebühren geführt. Nicht nur die Grundgebühr, sondern auch die Kilometerpreise sind angestiegen. Das ergibt eine aktuelle Untersuchung der Taxi-Bestell-App mytaxi, die einen Überblick über die zehn teuersten Taxi-Städte gibt. Gelistet wird nach dem Preis für eine durchschnittliche Fahrt durch die Innenstadt von sechs Kilometern Länge. Auf Platz zehn landet Hannover, die Hauptstadt Niedersachsens. Die Grundgebühr für eine Taxifahrt beträgt hier 3,20 Euro. Pro Kilometer zahlen Fahrgäste noch einmal 1,90 drauf. Damit liegen die Kosten für sechs Kilometer bei 14,60 Euro.

Quelle: mytaxi

Platz 9: Dresden
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In Dresden ist die Fahrt mit einem Taxi minimal teurer: Für eine Strecke von sechs Kilometern müssen Fahrgäste insgesamt 14,70 Euro zahlen, um auf öffentliche Verkehrsmittel oder die Fahrt mit einem eigenen Pkw verzichten zu können. Der Kilometerpreis liegt hier bei 1,80 Euro, die Grundgebühr beträgt 3,90.

Platz 8: Köln
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Auch in der Rheinmetropole hat die Fahrt mit dem Taxi seinen Preis: Um sechs Kilometer nach Hause kutschiert zu werden, müssen die Kölner 14,90 Euro springen lassen. Der Tarif ergibt sich aus einer Grundgebühr von 3,50 Euro und einem Preis von 1,90 Euro pro Kilometer.

Platz 7: Frankfurt
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Unter 15,50 Euro kommen Taxi-Fahrgäste bei einer Strecke von sechs Kilometern in Frankfurt nicht weg. Zwei Euro pro Kilometer und eine Grundgebühr von 3,50 Euro sind hier pro Fahrt zu entrichten.

Platz 6: Hamburg
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2,10 pro Kilometer zahlen Kunden für eine Taxifahrt in Hamburg. Hinzu kommt eine Grundgebühr von 3,20 Euro. Das ergibt einen Gesamttarif von 15,80 Euro für sechs Kilometer und Rang sechs im Ranking.

Platz 5: Berlin
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Noch etwas mehr – nämlich 15,90 Euro – muss man in Berlin in die Hand nehmen, um sechs Kilometer mit dem Taxi gefahren zu werden. Der Kilometerpreis beträgt hier zwar nur zwei Euro, die Grundgebühr liegt dafür aber schon bei 3,90 Euro. Damit ist die Hauptstadt die fünftteuerste Taxistadt Deutschlands.

Platz 4: Essen
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Wer gedacht hat, im Ruhrgebiet sei Taxifahren vergleichsweise günstig, liegt falsch. Das zumindest zeigen die Tarife in Essen, die bei insgesamt 16 Euro inklusive der Grundgebühr von vier Euro liegen. Pro Kilometer zahlen Fahrgäste zwei Euro. Ganz in der Spitzengruppe fehlen jedoch sonst recht teure Städte wie Stuttgart und München – beide liegen im Taxi-Ranking außerhalb der Top Ten.

Mit Jones' Abgang erreicht der jüngste Manager-Exodus die oberste Konzernspitze, nachdem erst unlängst zwei führende Manager mit Verantwortung für Firmenwachstum und Sicherheit ausgestiegen waren. Kurz zuvor musste ein Mitarbeiter aus dem Ingenieurs-Team seinen Hut nehmen, weil ihm noch von seinem früheren Job bei Google Vorwürfe der sexuellen Belästigung verfolgten. Fast zeitgleich mit Jones geht nun auch der für Navigationssysteme zuständige Manager Brian McClendon. Er gehe in die Politik, bleibe aber Berater bei Uber, so McClendon.

Uber nannte für den Abgang von Jones keine Gründe sondern beschränkte sich auf einen knappen Dank sowie gute Wünsche für dessen Zukunft. Uber hatte unlängst die Stelle eines Chief Operating Officers (COO) ausgeschrieben, der das Unternehmen zusammen mit Vorstandschef Kalanick leiten soll. Jones war bisher für einige COO-Aufgaben zuständig.

Uber, ein Vermittler von Fahrdiensten in Privatwagen, wird ein aggressives Geschäftsgebaren nachgesagt. Seit seinem Europa-Start vor fünf Jahren läuft das traditionelle Taxi-Gewerbe Sturm gegen die neue Konkurrenz, die in zahlreichen Ländern mit juristischen Hindernissen zu kämpfen hat.

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