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Tourismus Thomas-Cook-Reisemarke Neckermann wird türkisch

Der türkische Reiseveranstalter Anex hat die Markenrechte an Neckermann Reisen erworben. Das Geld fließt an die Thomas-Cook-Gläubiger.
02.01.2020 - 16:51 Uhr Kommentieren
Das Geld fließt nach Abzug der Verfahrenskosten den Gläubigern der Thomas Cook zu. Quelle: dpa
Neckermann Reisen

Das Geld fließt nach Abzug der Verfahrenskosten den Gläubigern der Thomas Cook zu.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die traditionsreiche Tourismusmarke „Neckermann Reisen“ kommt in türkische Hände. Der türkische Reiseveranstalter Anex habe die Markenrechte sowie diverse Internet-Domains aus der Insolvenzmasse der deutschen Thomas Cook erworben, teilte die Kanzlei hww als Insolvenzverwaltung am Donnerstag mit.

Damit sei es innerhalb weniger Monate gelungen, sämtliche werthaltigen Vermögenswerte der deutschen Thomas Cook gewinnbringend zu veräußern. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt einer wettbewerbsrechtlichen Kartellprüfung. Angaben zum Erlös wurden nicht gemacht. Das Geld fließt nach Abzug der Verfahrenskosten den Gläubigern der Thomas Cook zu.

Die deutsche Thomas Cook war in den Sog der Pleite des britischen Mutterkonzerns geraten und hatte im Herbst Insolvenz angemeldet. Da ein Verkauf als Ganzes scheiterte, wurde das Unternehmen mit Sitz in Oberursel bei Frankfurt in Teilen verkauft. So sicherte sich Galeria Karstadt Kaufhof 106 Reisebüros und die deutsche Online-Plattform. Die Callcenter wurden an die Münchener Dubag-Gruppe verkauft.

Anex ist nach eigenen Angaben 1996 gegründet worden und beschäftigt rund 6500 Mitarbeiter. Jährlich würden mehr als vier Millionen Gäste betreut. Das Unternehmen hatte aus dem Nachlass der zahlungsunfähigen Thomas Cook bereits den Türkeispezialisten Öger Tours und den Last-Minute-Anbieter Bucher Reisen mit insgesamt 84 Mitarbeitern übernommen.

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    „Mit dem erfahrenen Reiseveranstalter Anex, der im Besonderen im russischen Markt sehr stark ist, wird die Marke Neckermann sicher eine weiterhin starke Marktpräsenz erfahren“, erklärte Thomas-Cook-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann.

    Mehr: Der ehemalige Chef von Thomas Cook hat es nicht geschafft, die Insolvenz des Tourismuskonzerns zu verhindern. Dafür gibt es eine simple Erklärung.

    • dpa
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