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Touristik Tui schreibt höheren Verlust als erwartet – Hoffnung auf halbwegs profitables Sommergeschäft

Im ersten Geschäftshalbjahr verbucht Europas größter Reisekonzern einen Milliardenverlust. Im Sommer plant Tui mit 75 Prozent der Kapazitäten von 2019.
12.05.2021 - 10:18 Uhr Kommentieren
Für den angeschlagenen Reisekonzern werden die Aussichten langsam freundlicher. Quelle: dpa
Tui-Check-in am Flughafen in Hannover

Für den angeschlagenen Reisekonzern werden die Aussichten langsam freundlicher.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Coronakrise kostet den Reisekonzern Tui in dessen erstem Geschäftshalbjahr 2020/21 mehr als 89 Prozent des Vorjahresumsatzes. Von Oktober 2020 bis März 2021 kamen bei Europas größtem Reiseveranstalter gerade einmal Erlöse in Höhe von 716 Millionen Euro zusammen – nach 6,6 Milliarden Euro zwölf Monate zuvor. Der Verlust fiel mit knapp 1,5 Milliarden Euro deutlich höher aus als von Analysten erwartet. Für die ersten sechs Monate hatten sie im Schnitt mit einem Minus von 900 Millionen Euro gerechnet.

Doch die Aussichten hellen sich auf. Reisen auf die Balearen und an die Algarve sind schon wieder gestartet, Griechenland folgt in den kommenden Tagen. Zudem startet die Kreuzfahrtreederei Tui Cruises, an der die Hannoveraner zur Hälfte beteiligt sind, nach langer Pause zu Pfingsten wieder die ersten Fahrten ab Kiel.

Ein zumindest halbwegs profitables Sommergeschäft, das Tui angesichts der hohen Schuldenlast dringend benötigt, wird damit wahrscheinlicher. „Wir stehen jetzt am Anfang des erwarteten Neustarts“, sagte Vorstandschef Fritz Joussen. „Der Aufwind ist spürbar, das sind Chancen für den Tourismus und für die Tui.“

Die Nachfrage nach Sommerurlaub sieht Joussen auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Für den Sommer 2021 gebe es im Konzern insgesamt 2,6 Millionen Buchungen, womit sie allerdings immer noch 69 Prozent niedriger liegen als zum vergleichbaren Zeitpunkt für den Sommer 2019. Doch die Durchschnittspreise stiegen laut Tui im Vergleich zu vor zwei Jahren um 22 Prozent, weil Kunden verstärkt Pauschalreisepakete buchten.

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    Für den Sommer hat sich der Hannoveraner Konzern auf eine deutlich steigende Kundennachfrage eingestellt. Die eigenen und eingekauften Hotel- und Flugkapazitäten für die Kernmonate entsprächen rund 75 Prozent des Programms vom Sommer 2019, berichtete Joussen.

    DER Touristik will zumindest die Hälfte der Erlöse von 2019 erzielen

    Auch bei Wettbewerbern wächst der Optimismus. Schon jetzt hat etwa der Münchener Pauschalreiseanbieter FTI seine Hotelkapazitäten auf den griechischen Inseln Rhodos, Kos und Korfu ausgebaut, ebenso auf Malta, Mallorca, den Kanaren und den Malediven. „Die Debatte zum Grünen Pass im EU-Parlament macht Hoffnung, dass eine Rückkehr zum freien Reisen bald wieder möglich sein wird“, glaubt FTI-Geschäftsführer Ralph Schiller. Schon am 14. Mai starte man die Saison für die griechischen Inseln.

    Die Rewe-Tochter DER Touristik, die viele ihrer griechischen Hotels ebenfalls Mitte Mai öffnen lässt, hat nach eigenen Angaben sogar ihr Flugangebot nach Hellas um ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr aufgestockt. Auch von einer stürmischen Nachfrage nach Österreich-Reisen berichten die Kölner. Im vergangenen Jahr hatte DER Touristik dem Mutterkonzern einen Verlust von 390 Millionen Euro beschert. Nun hofft Touristik-Chef Sören Hartmann, im laufenden Jahr zumindest die Hälfte der Erlöse von 2019 erzielen zu können.

    Ähnliche Prognosen gibt es von Analysten außerdem für Tui.

    Für das laufende Geschäftsjahr, das im September endet, erwarten Analysten einen Verlust von 1,17 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatte der an Londons Börse notierte Touristikkonzern ein Minus von 3,14 Milliarden Euro abgeliefert. Bis Ende September 2021, so die durchschnittlichen Schätzungen, könnte ein Jahresumsatz von 10,51 Milliarden Euro zusammenkommen. Vor der Coronakrise hatte Tui mit 18,93 Milliarden Euro fast das Doppelte erzielt, sackte im Folgejahr jedoch auf 7,94 Milliarden Euro ab.

    Mehr: Neuer Sicherungsfonds setzt die angeschlagene Reisebranche unter Druck

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