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„Traumlösung“ Neuer Riese in der Immobilienbranche

Der Finanzinvestor Terra Firma will seine Wohnimmobiliengesellschaft Deutsche Annington offenbar an den bereits börsennotierten Konkurrenten Gagfah verkaufen. Daraus würde der größte europäische Wohnungskonzern mit 400 000 Einheiten entstehen.
Die Essener Gagfah könnte zum größten Wohnungskonzern Europas aufsteigen.

Die Essener Gagfah könnte zum größten Wohnungskonzern Europas aufsteigen.

HB FRANKFURT. „Es wäre eine Traumlösung für beide Unternehmen“, zitierte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorab am Samstag Terra-Firma-Chef Guy Hands. Zwar gebe es noch keine aktiven Verhandlungen, doch habe einer seiner Mitarbeiter mit dem Europa-Chef der Beteiligungsgesellschaft Fortress gesprochen, der rund 80 Prozent an Gagfah gehören. Dabei ging es dem Magazin zufolge um ein Kaufangebot von Fortress für Annington.

Fortress-Deutschland-Chef Matthias Moser bezeichnete den Bericht als Marktspekulation und wollte ihn nicht kommentieren. Terra Firma will die Deutsche Annington eigentlich an die Börse bringen. Finanzkreisen zufolge ist der Schritt für die zweite Jahreshälfte geplant. Dem „Spiegel“ zufolge würde Hands aber einen Verkauf bevorzugen, weil er weniger risikoreich wäre. Ein Terra-Firma-Sprecher hatte betont, die Deutsche Annington habe kurzfristig keine Notwendigkeit, sich frisches Kapital von der Börse zu beschaffen.

Die Deutsche Annington mit Sitz in Bochum, die aus der Eon-Immobilientochter Viterra hervorgegangen war, sieht sich nach mehreren Zukäufen mit 230 000 Wohnungen im Wert von mehr als zehn Milliarden Euro als größtes Wohnungsunternehmen in Deutschland. Terra Firma will diesen Bestand in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln. Die in Luxemburg ansässige Gagfah, die seit Oktober an der Börse und seit Dezember im Nebenwerteindex MDax gelistet ist, hat fast 170 000 Wohnimmobilien. Sie hatte zuletzt die Mehrheit an der GBH im württembergischen Heidenheim gekauft.

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