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Treibhausgas Deutsche-Post-Chef Appel plädiert für CO2-Steuer

Der Vorstandsvorsitzende des größten europäischen Logistikkonzerns ist für eine Steuer auf Kohlendioxid. Diese soll langfristig sogar steigen.
Update: 12.07.2019 - 16:42 Uhr Kommentieren
ARCHIV - 07.03.2019, Nordrhein-Westfalen, Bonn: 07.03.2019, Nordrhein-Westfalen, Bonn: Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post DHL Group, aufgenommen während der Bilanzpressekonferenz in der Zentrale. Genau ein Jahr nach seiner Wahl scheidet Appel im Mai wieder aus dem Aufsichtsrat des Sportartikelherstellers Adidas aus. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa
Post-Chef Frank Appel verlässt Adidas-Aufsichtsrat

ARCHIV - 07.03.2019, Nordrhein-Westfalen, Bonn: 07.03.2019, Nordrhein-Westfalen, Bonn: Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post DHL Group, aufgenommen während der Bilanzpressekonferenz in der Zentrale. Genau ein Jahr nach seiner Wahl scheidet Appel im Mai wieder aus dem Aufsichtsrat des Sportartikelherstellers Adidas aus. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

(Foto: dpa)

Frankfurt/BonnIn der Debatte über einen CO2-Preis plädiert Deutsche-Post-Chef Frank Appel für eine Steuer auf das Treibhausgas. „Wir brauchen in Europa oder in allen Industriestaaten eine CO2-Steuer, die berechenbar langfristig steigt“, sagte der Manager der „Rheinischen Post“ (Samstag).

„Dann können sich Konsumenten und Unternehmen in ihrem Verhalten anpassen und gezielt in Anlagen investieren, die den Ausstoß von CO2 begrenzen.“ Als Chef des größten europäischen Logistikkonzerns glaube er nicht, dass Klimaschutz der Wirtschaft schade, sagte Appel weiter.

„Wir werden grüneres Wachstum haben, aber nicht weniger. Weniger Wachstum wäre ja nur zu erwarten, wenn Menschen verboten wird, bestimmte Waren zu kaufen oder irgendwohin zu reisen“, so der Vorstandschef.

Offen für eine Steuer auf das Treibhausgas zeigte sich auch der Chef des weltgrößten Autozulieferers Bosch, Volkmar Denner. „Technologie-Offenheit ließe sich über die CO2-Bepreisung fördern, etwa über eine Steuer auf die Treibhausgas-Emission“, schreibt Denner in seiner Kolumne im Bosch-Unternehmensblog.

Aber: „Die CO2-Bepreisung allein wird nicht zur Klimaneutralität in allen Wirtschaftssektoren führen“. Es brauche flankierende Maßnahmen. Zum Beispiel könnten die Einnahmen aus der Steuer wieder in die Verkehrswende investiert werden.

Angesichts der Klimawandels macht sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) für eine CO2-Steuer stark. Sie schlägt vor, Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas erst einmal über höhere Energiesteuern um 35 Euro pro Tonne CO2, die beim Verbrennen entsteht, zu verteuern. Der Wirtschaftsflügel der Union lehnt hingegen eine CO2-Steuer ab.

Die „Wirtschaftsweisen“ empfahlen der Bundesregierung am Freitag, den Ausstoß von Kohlendioxid beim Heizen und im Verkehr teurer zu machen. Sie halten sowohl einen neuen nationalen Emissionshandel als auch eine CO2-Steuer für möglich. Der Staat sollte aber Einnahmen daraus den Bürgern zurückgeben, so das Gremium.

Mehr: Der Flughafenverband ADV hat sich neue Ziele bei der Reduzierung von CO2 gesetzt. Diese sollen vor allem durch Innovationen erreicht werden.

  • dpa
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