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Trotz Gewinnanstieg Fraport hat ein Shopping-Problem

Umsatz und Gewinn beim Flughafenbetreiber entwickeln sich gut – jedoch nur im Kerngeschäft. Doch in den Läden am Frankfurter Airport kaufen die Passagiere weniger ein. Und auch in St. Petersburg droht Ungemach.
07.08.2014 Update: 07.08.2014 - 08:43 Uhr Kommentieren
Volle Tüten sind im Duty-free-Bereich offenbar immer seltener der Fall: Der Umsatz in den Läden des Frankfurter Flughafens sinkt. Quelle: Reuters

Volle Tüten sind im Duty-free-Bereich offenbar immer seltener der Fall: Der Umsatz in den Läden des Frankfurter Flughafens sinkt.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der Flughafenbetreiber Fraport liegt dank einer steigenden Passagierzahl in Frankfurt und gesunkener Kosten auf Kurs zu den Jahreszielen. Im Kerngeschäft mit der Abwicklung von Passagieren zogen Umsatz und Gewinn deutlich an. Probleme bereitete dagegen das Geschäft in den Läden an den Flughäfen. Hier sank der Umsatz wegen geringerer Pro-Kopf-Ausgaben und des starken Euro.

Konzernweit legte der Erlös in den ersten sechs Monaten um ein Prozent auf 1,12 Milliarden Euro zu, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Überschuss sei um knapp zwölf Prozent auf 91,7 Millionen Euro gestiegen.

Das operative Ergebnis (Ebitda) zog um zehn Prozent auf 354 Millionen Euro an. Zu verdanken ist der Gewinnanstieg vor allem steigenden Passagierzahlen in Frankfurt – ihre Zahl kletterte in den ersten sechs Monaten um 2,4 Prozent auf 27,8 Millionen. In diesem Jahr rechnet der Vorstand wie bisher mit zwei bis drei Prozent mehr Gästen an seinem Heimatflughafen. Gleichzeitig soll der Überschuss die 236 Millionen Euro des Vorjahres toppen.

Fraport bangt wegen der Russland-Krise um die künftige Entwicklung seiner Beteiligung am Flughafen St. Petersburg. Die aktuelle politische Entwicklung berge erhebliche Unsicherheiten für das Engagement am Flughafen der russischen Metropole, teilte Fraport mit. Der Konzern stufe die Eintrittswahrscheinlichkeit von direkter Sanktionen gegen deutsche Investoren in Russland als niedrig ein. „Im Fall der Durchsetzung direkter Sanktionen ergäbe sich jedoch für Fraport potenziell eine "hohe" Schadensstufe.“ Die Investitionen an dem Flughafen, an dem die Frankfurter 35,5 Prozent halten, seien zum größten Teil durch Bundesgarantien abgesichert.

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    In Slowenien steht Fraport dagegen offenbar vor einem weiteren Zukauf: Das Land beginnt nach offiziellen Angaben exklusive Gespräche mit den Frankfurtern über den Verkauf des Aerodrom Ljubljana. Die Verhandlungen würden von der staatlichen Investitionsfirma SDH geführt, die für den Verkauf von Staatsunternehmen zuständig ist, teilte SDH am Mittwoch auf seiner Internetseite mit. Fraport sei der meistbietende Interessent gewesen.

    • dpa
    • rtr
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