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Trotz Mogelvorwürfen Neuland-Vermarkter darf Lizenz behalten

Die Vermarktungsgesellschaft des Neuland-Siegels in Süddeutschland behält ihre Lizenz - obwohl diese die Herkunft von Hähnchenfleisch angeblich jahrelang verschleiert hat. Ein Lizenzentzug sei rechtlich nicht möglich.
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Das Fleisch von Neuland soll von solchen Bio-Freilandhühnern kommen – offenbar war das aber nicht immer der Fall. Quelle: dpa

Das Fleisch von Neuland soll von solchen Bio-Freilandhühnern kommen – offenbar war das aber nicht immer der Fall.

(Foto: dpa)

Berlin Trotz Betrugsvorwürfen will der Neuland-Verein für artgerechte Tierhaltung seiner für Süddeutschland zuständigen Vermarktungsgesellschaft offenbar nicht die Lizenz entziehen. „Eine juristische Prüfung hat ergeben, dass das aufgrund der Verträge nicht möglich ist“, sagte Bundesgeschäftsführer Jochen Dettmer der „taz“ (Dienstagsausgabe). Ähnlich äußerten sich laut Zeitung die Träger des Vereins, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Deutsche Tierschutzbund und die Umweltorganisation BUND.

Das Neuland-Gütesiegel soll Fleisch aus „besonders artgerechter“ Tierhaltung kennzeichnen. Der Verein hatte Anfang Juni angekündigt, der Vermarktungsgesellschaft „wegen schwerwiegender Verstöße“ die Lizenz zur Nutzung des Neuland-Logos zu entziehen. Vorausgegangen war ein Bericht der „Zeit“, wonach in Süddeutschland jahrelang Hähnchenfleisch aus französischen Betrieben verkauft und dessen Herkunft verschleiert worden sei. Das Fleisch stamme von Höfen, die keine Neuland-Betriebe seien. Dem Bericht zufolge stammte auch Lammfleisch, das Neuland in Süddeutschland verkaufte, von einer konventionellen Schäferei.

Die daraufhin annoncierte Kündigung der Lizenzverträge von Neuland Süd aber "hätte zur Folge gehabt, dass das Zeichen zunächst mal weg gewesen wäre", auch für die Bereiche Schwein und Rind, wo bisher keine Probleme bekannt geworden seien, sagte der AbL-Vertreter im Neuland-Vorstand, Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, der Zeitung. Das habe er nicht gewollt.

  • afp
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