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Trotz Zwischenfällen Ryanair sieht „absolut keine Probleme“

Drei Zwischenfälle in vier Tagen verunsichern die Passagiere von Ryanair: Alles nicht so schlimm, findet ein Airline-Sprecher. Die ungeplanten Landungen zeigen vielmehr, wie wichtig man das Thema Sicherheit nehme.
17.09.2012 Update: 17.09.2012 - 12:38 Uhr Kommentieren
Eine Ryanair-Maschine landet auf dem Frankfurter Flughafen. Quelle: dpa

Eine Ryanair-Maschine landet auf dem Frankfurter Flughafen.

(Foto: dpa)

London/Dublin/Madrid Die außerplanmäßigen Landungen mehrerer Ryanair-Maschinen in den vergangenen Tagen stellen nach Auffassung der irischen Billigfluglinie kein Warnzeichen für die Sicherheit dar. Es gebe „absolut keine Probleme“, sagte ein Ryanair-Sprecher am Montag. Die ungeplanten Landungen seien vielmehr ein Zeichen, dass die Sicherheit für Ryanair oberste Priorität habe. Man biete täglich mehr als 1500 Flüge an, die Vorfälle seien nur „einzelne Schritte“.

Am Sonntag war zum dritten Mal in vier Tagen ein Ryanair-Flugzeug in Spanien außerplanmäßig gelandet. Die Maschine, die auf dem Weg vom französischen Flughafen Beauvais zum Airport Teneriffa Süd war, kam in Madrid zu Boden. Man habe einen „kleineren technischen Fehler“ festgestellt, die Landung sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, hieß es in einer Ryanair-Stellungnahme am Montag. Am Samstag hatte ein Ryanair-Flieger, der vom britischen Bristol zur katalanischen Stadt Reus gestartet war, wegen eines Motorschadens in Barcelona Stopp machen müssen.

Als erste Folge der Zwischenfälle plant Spanien nun schärfere Kontrollen der Ryanair-Flugzeuge. Angesichts der „Tatsache“, dass die Maschinen der irischen Low-Cost-Gesellschaft vor allem in Spanien eingesetzt würden, wollten die spanischen Behörden die Möglichkeit haben, intensivere Überprüfungen vorzunehmen, erklärte Infrastruktur-Staatsminister Rafael Catalá am Sonntag. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus spanischen Regierungskreisen erfuhr, bat das Verkehrsministerium in Madrid den EU-Verkehrskommissar Siim Kallas und die irischen Luftfahrtbehörden schriftlich um ein Treffen. Dabei soll es den Angaben zufolge um eine Erweiterung der Kontrollbefugnisse von einzelnen Ländern gegenüber ausländischen Fluggesellschaften gehen, die in dem jeweiligen Staat eine erhöhte Zahl von Flügen anbieten.

Zuletzt bekam die Airline im Juli ungewollte Aufmerksamkeit, weil drei Maschinen wegen Treibstoffmangels notlanden mussten. Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte sich vor knapp einer Woche in einem offenen Brief an die spanische Verkehrsministerin Ana Pastor gewandt. Darin schrieb er, dass es auch bei den spanischen Fluggesellschaften wie Iberia oder Vueling verglichen mit der Zahl ihrer Flüge „das selbe Ausmaß an Routine-Vorfällen“ gebe. Aber auch sie böten „genau die exzellente Flugsicherheit“ wie Ryanair.

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