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Tüv-Ergebnisse 2018 wurden rund 3100 Aufzüge stillgelegt

Die Quote mängelfreier Aufzüge hat zugenommen. Dennoch wurden im vergangenen Jahr über 3000 Aufzüge wegen gefährlicher Mängel stillgelegt.
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Knapp 44 Prozent der vom Tüv geprüften Anlagen gingen ohne Beanstandungen durch. Quelle: dpa
Aufzug

Knapp 44 Prozent der vom Tüv geprüften Anlagen gingen ohne Beanstandungen durch.

(Foto: dpa)

Berlin Rund 3100 Aufzüge hat der Tüv im vergangenen Jahr wegen gefährlicher Mängel stillgelegt. Ihr Anteil an den insgesamt knapp 590.000 geprüften Aufzügen sank damit um 0,2 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus dem aktuellen Anlagensicherheits-Report des Tüv-Verbands hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Bei den Kontrollen tauchten immer wieder „gefährliche Mängel wie beschädigte Absturzsicherungen oder defekte Notrufsysteme auf, die Menschen in akute Gefahr bringen können“, teilte Verbands-Geschäftsführer Joachim Bühler mit.

Die Quote der mängelfreien Aufzüge hat im vergangenen Jahr hingegen deutlich zugenommen. Knapp 44 Prozent der geprüften Anlagen gingen ohne Beanstandungen durch. Im Jahr davor waren es noch rund 38 Prozent gewesen.

Die Digitalisierung verändert indes auch das Geschäft mit Aufzügen. Über das Internet können dem Verband zufolge inzwischen viele Anlagen aus der Ferne kontrolliert und gewartet werden. „Sie sammeln Daten und ermöglichen eine Vernetzung mit der Umgebung sowie mit dem Hersteller und Wartungsunternehmer“, schreibt Tüv-Süd-Diplomingenieur Dieter Roas in einem Report-Aufsatz.

Das schaffe Chancen für Prüfungen, aber auch Risiken. Die Gefahr manipulativer Eingriffe sei etwa noch nicht ausreichend geklärt. „Würde beispielsweise ein Hacker auf einem Zentralrechner ausreichen, um Störungen bei Aufzügen in einer ganzen Stadt, eines bestimmten Herstellers oder Wartungsunternehmens zu verursachen?“, so Roas.

Der Tüv fordert von der Regierung gesetzliche Regelungen, „die eine unabhängige Prüfung kritischer Systeme wie der digitalen Aufzugssteuerung ermöglicht“. Entsprechende Konzepte zur digitalen Sicherheit seien längst entwickelt. Es fehle aber an einer verbindlichen Vorschrift für solche Prüfungen.

Mehr: Thyssen-Krupps Aufzugssparte soll an die Börse – Kündigungen im Konzern Ultima Ratio.

  • dpa
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