Tuifly und Air Berlin Krankmeldung als Waffe

Fast 350 Flüge fielen bei Tuifly und Air Berlin aus, weil sich das Bordpersonal massenhaft krankmeldete. Zusagen von Tui sorgen nun dafür, dass seit Sonntag wieder geflogen wird. Doch die Streiktaktik könnte Nachahmer finden.
Wie hier in Hannover konnten bundesweit Urlauber nicht einchecken. Quelle: dpa
Leere am TUI-Schalter

Wie hier in Hannover konnten bundesweit Urlauber nicht einchecken.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie augenscheinliche Taktik der 1200 Crew-Mitarbeiter von Tuifly, ihre Airline durch massenhafte Krankmeldungen lahmzulegen, hat sich ausgezahlt. Erst nachdem ihnen die Firmenleitung am Freitagabend zugesichert hatte, die Entscheidung über den Mehrheitsverkauf von Tuifly zu vertagen und Tarifrechte für die nächsten drei Jahre zu garantieren, nahmen Piloten und Kabinenmitarbeiter ihre Arbeit am Sonntag wieder auf.

Die Gewerkschaften, die bislang jede Verantwortung für den wilden Streik von sich wiesen, zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Tonlage und Richtung des Gesprächs zur Situation bei Tuifly bieten eine Grundlage, um in konkrete Verhandlungen einzusteigen“, sagte Verdi-Vorstandsfrau Christine Behle dem Handelsblatt.

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