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Uber und Lyft Fahrdienstvermittler wetteifern um den Börsengang

Beide Fahrdienste haben bei der Aufsicht Pläne für einen Börsengang eingereicht. Ihre Konzepte unterscheiden sich.
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Der Fahrdienstvermittler hat vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang vorgelegt – fast zeitgleich mit seinem Rivalen Lyft. Quelle: AFP
Uber will an die Börse

Der Fahrdienstvermittler hat vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang vorgelegt – fast zeitgleich mit seinem Rivalen Lyft.

(Foto: AFP)

New York Lange haben Lyft und Uber die Aktienmärkte gemieden. Sie wollten lieber als private Unternehmen wachsen – ganz ohne Druck von Anlegern und der Börsenaufsicht. Doch diese Zeiten sind nun vorbei: Die beiden US-Fahrdienste liefern sich nun ein Wettrennen an die Börse.

Lyft teilte am Donnerstag mit, die Unterlagen für einen Börsengang bei der Aufsicht eingereicht zu haben. Am Freitag wurde dann bekannt, dass auch Marktführer Uber einen entsprechenden Antrag eingereicht hat – deutlich früher als ursprünglich geplant. Beide Unternehmen könnten somit schon in den ersten Monaten des kommenden Jahres gelistet werden.

Die Taxi-Konkurrenten aus dem kalifornischen San Francisco brauchen das Geld der Anleger, um ihre nächste Wachstumsphase zu finanzieren und um Mitarbeitern und Investoren die Möglichkeit zu geben, ihre Anteile zu Geld zu machen.

Doch die Stimmung an den Märkten ist längst nicht mehr so gut, wie sie gehofft hatten – und sie könnte aus Sicht von Analysten noch schlechter werden. Die Aktienmärkte waren in den vergangenen Monaten von ungewöhnlich hohen Kursausschlägen geprägt. Der Leitindex Dow Jones hat allein in der vergangenen Woche 4,5 Prozent verloren.

Marktbeobachter wie Pimcos Chefökonom Joachim Fels gehen zwar davon aus, dass die USA frühestens 2020 in die nächste Rezession rutschen werden. Doch in dieser späten Phase des Marktzyklus könne es bis dahin immer wieder zu Korrekturen kommen, warnt er. Unternehmensberater empfehlen den sogenannten Unicorns – Start-ups, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden – dringend, sich mit ihren Börsenplänen zu beeilen.

Die Handelsdebüts von Lyft und Uber werden auch von anderen Firmen aus dem Silicon Valley genau verfolgt werden. Airbnb, Palantir, Stripe und Slack planen 2019 ebenfalls den Gang aufs Parkett, auch wenn ihre Pläne bislang weniger konkret sind als bei Uber und Lyft. Die beiden Fahrdienste kämpfen nun auch darum, wer es zuerst an die Börse schafft. Denn der Erste sichert sich den besten Zugang zu Investoren und die meiste Aufmerksamkeit.

Beide Unternehmen schreiben Verluste und brauchen Kapital, um weiter in ihre Programme für selbstfahrende Autos zu investieren. Doch die Börsenstorys der Konkurrenten sind durchaus verschieden.

Lyft wurde zuletzt mit 15 Milliarden Dollar bewertet, Uber mit 76 Milliarden Dollar. Bankern zufolge könne Uber an der Börse jedoch bis zu 120 Milliarden Dollar wert sein. Das Unternehmen, das zuletzt von einer Reihe von Skandalen geplagt war, hat sich breiter aufgestellt. Es bietet unter anderem einen Service, der Essen ausliefert, und eine Sparte, um Lkw-Kapazitäten zu mieten. Darüber hinaus experimentiert der von Dara Khosrowshahi geführte Konzern mit fliegenden Autos.

Lyft präsentiert sich fokussierter. Das Start-up von Mitgründer und CEO Logan Green ist anders als Uber nur in den USA und in Kanada vertreten. Und es konzentriert sich ganz auf den Transport von Personen.

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