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Uber-Westeuropa-Chef „Natürlich verursacht das Aufregung“

Uber darf seine Fahrdienst-App nicht mehr in Berlin anbieten. Der Vorwurf: Uber-Fahrten sind zu unsicher. Im Interview wehrt sich Westeuropa-Chef Pierre-Dimitri Gore-Coty und erklärt, warum er das Verbot ignoriert.
15.08.2014 - 12:14 Uhr 3 Kommentare
Pierre-Dimitri Gore-Coty: Der Manager von Uber für West-Europa fährt eine aggressive Expansionsstrategie. Quelle: Uber

Pierre-Dimitri Gore-Coty: Der Manager von Uber für West-Europa fährt eine aggressive Expansionsstrategie.

(Foto: Uber)

Herr Gore-Coty, der Berliner Senat hat die Fahrdienst-Apps von Uber in der Hauptstadt verboten. Wollen Sie trotzdem weiter fahren?
Ja. Uber wird die Entscheidung des Berliner Senats anfechten. Wir erwarten, dass ein Gericht die gleiche Entscheidung fällt, wie in Hamburg, wo ein Gericht das Verbot der App wieder aufgehoben hat, bis ein finales Urteil gefallen ist.

Ich kann also trotz des Verbotes immer noch mit Uber-Fahrern in Berlin fahren?
Ja.

Sie nehmen also in Kauf, die Strafe von 25.000 Euro pro Verstoß zu bezahlen? Wer zahlt die denn am Ende, der Fahrer?
Wir werden das Verbot anfechten, eine Entscheidung dürfte sehr schnell fallen.

Wer zahlt die Strafen bis dahin? Die Fahrer oder Uber?
Wir werden das Verbot anfechten, bis zur Entscheidung dürfte es nicht lange dauern.

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    Sie wollen offenbar meine Frage nicht beantworten, wer bis zur Entscheidung die Strafe zahlt. Es ist nicht das erste Mal, dass Uber von deutschen Behörden gebremst wird. Ist Deutschland ein besonders schwerer Markt?
    Das würde ich so nicht so sagen. Unser Dienst ist extrem neu. Er wurde vor gerade mal zwei Jahren erstmals in den USA eingeführt. Uber fordert eine etablierte Industrie heraus, die Taxiindustrie. Natürlich verursacht das Aufregung. Wenn wir uns aber in Europa und in den USA umschauen, sehen wir, dass auch die staatlichen Stellen immer fortschrittlicher werden, was das Thema angeht. Ein Beispiel ist die EU-Kommissarin Neelie Kroes. Und die Bürger und Fahrer unterstützen unseren Service. Die derzeitigen Regeln sind für einen alten Markt designt, als es das Internet nicht gab. Wir brauchen neue Regeln. Es gibt zum Beispiel die Regel, dass ein Mietwagen nach einer Fahrt immer zu seinem Betriebshof zurück muss. Das macht doch keinen Sinn.

    „In Deutschland sind alle Fahrten versichert“
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    3 Kommentare zu "Uber-Westeuropa-Chef: „Natürlich verursacht das Aufregung“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich würde mich nicht wundern, wenn im Schadenfall Versicherer nicht zahlen. Weil das versicherte "Privatfahrzeug" gewerblich genutzt wird. Außerdem sollten diese Fahrzeuge, wie Taxen, jährlich zum TÜV. Man sollte Uber verklagen, weil sie sich einfach über deutsche Gesetze hinwegsetzen. Und direkt diesen Russen als Europa Chef mitverklagen.

    • Den USA verbrechern interessiert doch nur Geld.Die halten sich nicht an Deutsch Gesetze.TTIp Handelsblatt Deutsche Regierung wir werden doch nur verkauft.

    • An der Art, wie hier die Fragen beantwortet (bzw. nicht beantwortet) werden, zeigt sich doch, dass im Zweifel alle Kosten auf Fahrer oder Passagiere abgewälzt werden.

      Uber ist keine Innovation, sondern einfach eine "Geschäftsidee" wie z.B. PIN Mail, die bereits vorhandene Dienstleistungen billiger anbietet, weil die die Arbeit tatsächlich ausführenden Personen deutlich schlechter bezahlt werden.

      Uber hat nur die Aufgabe, den Venture-Kapitalgebern in relativ kurzer Zeit einen fetten Gewinn abzuliefern. Deshalb müssen die gesetzlichen Beschränkungen aggressiv angegangen werden und die Gesetzesmacher als vorsintflutliche Monopolungeheuer dargestellt werden.

      Hier geht es aber ganz banal Themen wie Verbraucherschutz, Sicherheit, Scheinselbstständigkeit und auch Steuergerechtigkeit.

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