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Übernahme durch Zeaborn Erck Rickmers verkauft sein Schiffsmanagement

Erck Rickmers verkauft sein Dienstleistungsgeschäft an das Schiffahrtsunternehmen Zeaborn. Die rund 3000 Mitarbeiter werden übernommen.
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Erck Rickmers verkauft Schiffsmanagement an Zeaborn Quelle: dpa
Erck Rickmers

Der Hamburger Kaufmann trennt sich von seinem Dienstleistungsgeschäft.

(Foto: dpa)

Hamburg/Bremen Der Hamburger Kaufmann Erck Rickmers trennt sich von seinem Dienstleistungsgeschäft in der Schifffahrt. Das Bremer Schifffahrtsunternehmen Zeaborn übernimmt die Firma E.R. Schifffahrt und den Schiffsmakler Harper Peterson & Co. Die rund 200 Mitarbeiter an Land und 2.800 auf See werden vom neuen Besitzer übernommen, wie die beiden Unternehmen am Montag in Hamburg und Bremen mitteilten. Die Führung werde nicht ausgetauscht und der Sitz der beiden verkauften Unternehmen bleibe in Hamburg. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Vertraulichkeit vereinbart.

Das Unternehmen E.R. Schifffahrt kümmert sich um die Betreuung, Versorgung und Pflege fremder Schiffe. Die Firma besitzt keine eigenen Schiffe. E.R. Schifffahrt sei ein erfolgreiches und gesundes Unternehmen mit Gewinnen in Millionenhöhe, sagte Rickmers am Montag. Mit 81 Schiffen im Management sei es jedoch zu klein, um sich auf dem von Überkapazitäten und Wettbewerbsdruck geprägten Weltmarkt gegen viel größere Konkurrenten dauerhaft zu behaupten. Da es nicht gelungen sei, durch Zukäufe in eine neue Größenordnung zu wachsen, habe er sich für einen Verkauf entschieden.

Zeaborn hatte bereits 2017 aus der Insolvenz der Reederei von Bertram Rickmers das Geschäft mit dem Schiffsmanagement übernommen. Erck und Bertram Rickmers sind Brüder, aber geschäftlich seit Jahrzehnten nicht mehr verbunden. Durch die Übernahme von E.R. Schifffahrt managt Zeaborn nun mehr als 165 Schiffe und beschäftigt 360 Mitarbeiter an Land und 5.000 auf See. Der Bremer Kaufmann Kurt Zech will die Zeaborn-Gruppe zu einem integrierten, weltweit agierenden Schifffahrtsunternehmen in der Linien- und Trampschifffahrt ausbauen.

Für die Firmengruppe von Erck Rickmers bedeute der Verkauf keinen Abschied von der Schifffahrt, hieß es. Mit 34 eigenen und gemeinsam mit Investoren finanzierten Schiffen bleibe sie in der maritimen Wirtschaft engagiert. Die Unternehmen von Rickmers sind nicht nur in der Schifffahrt aktiv, sondern auch bei Immobilien und Beteiligungen.

  • dpa
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