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Uhrenbranche Schweizer Hersteller ziehen sich von Uhrenmesse Baselworld zurück

Namhafte Marken wie Rolex und Patek Philippe sagen ihre Teilnahme an der Messe ab. Hintergrund dafür ist ein Streit um einbehaltenes Geld.
14.04.2020 - 16:15 Uhr Kommentieren
Zusammen mit Patek Philippe, Chanel, Chopard und Tudor plant das Unternehmen im kommenden Jahr eine eigene Veranstaltung in Genf. Quelle: Imago
Rolex

Zusammen mit Patek Philippe, Chanel, Chopard und Tudor plant das Unternehmen im kommenden Jahr eine eigene Veranstaltung in Genf.

(Foto: Imago)

Zürich Schock für die Uhrenmesse Baselworld: Am Dienstag erklärten gleich fünf namhafte Aussteller, dass sie nicht mehr an dem Event teilnehmen wollen. Dem traditionsreichen Branchentreffen könnte damit in seiner bisherigen Form das Aus drohen.

Rolex, Patek Philippe, Chanel, Chopard und Tudor wollen im kommenden Jahr eine eigene Veranstaltung in Genf lancieren, die parallel zum Genfer Uhrensalon Watches&Wonders stattfinden soll. Auch andere Marken sollen dabei teilnehmen können, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Firmen. Die fünf Hersteller kritisieren den Baselworld-Ausrichter MCH harsch. Dieser zeigt sich von den Vorwürfen „überrascht“.

Die Uhrenfirmen beklagen eine Reihe „einseitiger Entscheidungen“ des Baselworld-Managements, darunter die Verschiebung der diesjährigen Ausgabe ins Jahr 2021. Auch sei die Baselworld „nicht in der Lage, die Bedürfnisse und Erwartungen der Marken zu erfüllen“. 

„Wir haben seit 1939 bei der Baselworld mitgemacht“, sagt Rolex-Chef Jean-Fréderic Dufour. Doch angesichts der jüngsten Entscheidungen des Baselworld-Betreibers MCH bleibe keine andere Wahl, als sich zurückzuziehen. Bei der weltgrößten Fachmesse für Uhren hängt der Haussegen schon länger schief. Nun sorgte offenbar ein Streit ums Geld für den endgültigen Bruch zwischen den Uhrenfirmen und dem Messeveranstalter MCH. 

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    Wegen der Corona-Pandemie hatte MCH die diesjährige Ausgabe der Messe abgesagt, sie soll stattdessen im Januar des kommenden Jahres stattfinden. Einen Teil der angefallenen Kosten wollte der Messebetreiber jedoch einbehalten. 

    Doch das sorgte bei Ausstellern für Entrüstung. Sie beklagten das „rücksichtslose Vorgehen“ der Basler. In einem Schreiben hatte Hubert du Plessix, Rolex-Manager und Präsident des Ausstellerkomitees , mit einer unmissverständlichen Drohung reagiert: „Wir befürchten, dass dies das Ende der Baselworld sein könnte, schlicht und einfach“. 

    Nun haben fünf Hersteller diese Drohung wahrgemacht. Ob die Baselworld im kommenden Jahr trotzdem in gewohnter Form stattfinden soll, blieb zunächst offen. 

    In einem Statement zeigten sich die Organisatoren der Messe überrascht. Die Verschiebung sei in Absprache mit führenden Ausstellern beschlossen worden. „Das Ziel war, den frühestmöglichen Termin für die Branche nach den Covid-19-Maßnahmen zu finden“. Die Hersteller, die nun nach Genf abwandern, hätten sich für den Termin ausgesprochen.

    Die Pläne für die Konkurrenzveranstaltung in Genf hätten offenbar schon länger in der Schublade gelegen, so die Messefirma. „In den nächsten Wochen wird die MCH-Gruppe über die Fortführung der Baselworld und Investitionen in ihre künftige Entwicklung entscheiden.“

    Mehr: Breitling-Chef Georges Kern baut die traditionsreiche Uhrenmarke rasant um.

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