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Ukraine-Präsident Poroschenko Der Schokounternehmer, der keiner sein will

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Russen entdecken „Hygienemängel“ in Roshen-Süßigkeiten

Bis zum Jahr 2013 war Russland mit rund einem Drittel Umsatzbeteiligung der wichtigste Auslandsmarkt. 2001 hatte Poroschenko eine Fabrik in Lipezk gekauft, einer Großstadt 400 Kilometer südlich von Moskau. Dort produzierte Roshen früher mal rund ein Viertel seiner Schokolade weltweit.

Doch im März vergangenen Jahres, nachdem die Krim von Russland annektiert wurde, bekam die Fabrikchefin Besuch von schwer bewaffneten Polizisten, die stapelweise Dokumente konfiszierten. Russische Politiker beschuldigten die Fabrik, „Extremismus zu finanzieren“. Petro Poroschenko wird von einigen Russen als Marionette des Westens angesehen, der von den USA gekauft ist und nach dem „fingierten Putsch“ auf dem Maidan als Präsident eingesetzt wurde.

40 Millionen Euro des Firmenkapitals wurden eingefroren und die Fabrik musste ihre Produktion im Sommer für einige Woche stoppen. Russische Supermärkte strichen Roshen von ihrer Kaufliste, weil sie die Unzuverlässigkeit leid waren. Der jährliche Umsatz der russischen Fabrik halbierte sich und so schrumpfte auch der Wert von Poroschenkos Firmenanteilen.

Bis heute sind alle Importe von Süßigkeiten aus der Ukraine nach Russland verboten, das trifft auch die Produktion von Roshen in Ungarn und Litauen, die auf den größten Konsumentenmarkt verzichten müssen. Der Kreml dementiert, dass seine Entscheidungen politischer Natur seien und verweist auf Hygienemängel in den ukrainischen Süßigkeiten.

Poroschenko selbst kann nur hoffen, das die vor einigen Wochen vereinbarte Waffenruhe von Minsk hält und sich die politische Lage in der Ukraine entspannt. Daran hängt sein Schicksal als Präsident: Die Leute erwarten von ihm, dass er Frieden bringt – und sein Wort hält.

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6 Kommentare zu "Ukraine-Präsident Poroschenko: Der Schokounternehmer, der keiner sein will"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • So tickt die neue Ukraine: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/02/27/kredite-aus-steuergeldern-saatgut-konzerne-kaufen-land-in-der-ukraine/

  • Bitte schreiben Sie doch nicht immer so verniedlichend "Schokounternehmer" Der besitzt eine Reihe von Rüstungsunternehmen, damit scheffelt er seinen Reichtum. Eine Schokofabrik gehört ihm zwar auch, aber nur nebenbei. "Schokounternemher" passte aber viel besser in das Propagandamärchen, das uns die ehrenwerte Gesellschaft des deutschen Journalismus über die Ukraine erzählt.

  • FÜNF Poroschenkos in der Ukraine haben mehr Vermögen, als das Land
    Schulden.

    Wofür wurde in Amerika der FED geschaffen? Genau
    Die Rockefellers an die Zügel zu nehmen, nur das ist NICHT gelungen !

    Die FED gehört den "Rockefellers ! Komische Demokratie - passt zu den
    Oligarchen.

  • Warum das keiner kaufen will ? Wenn das Unternehmen 1,5 Milliarden kosten soll, aber nur 1,4 Millionen Gewinn macht, dauert es tausend Jahre bis man sein Geld zurück hat.

  • dieser mensch ist ein Kriegstriber der momentan noch die Möglichkeit hat ganz Europa in ein Desaster zu verwickeln. Ich hoffe dass die Politiker dieses bald erkennen

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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