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Umfrage: Mittelstand hofft auf mehr Binnennachfrage Dienstleister erwarten 2005 gute Geschäfte

Die deutschen Dienstleistungsunternehmen erwarten 2005 so gute Geschäfte wie seit vier Jahren nicht mehr. Dies ist das Ergebnis des „DIHK-Dienstleistungsreports Frühjahr 2005“, für den 10 000 Servicefirmen ihre aktuelle Geschäftslage und ihre Erwartungen bewerteten.

kk/HB FRANKFURT/M. Der Dienstleistungssektor ist mit 17,57 Mill. Beschäftigten die größte deutsche Wirtschaftsbranche. Besonders gut ist die Stimmung laut Umfrage in der Versicherungswirtschaft, im Kreditgewerbe und bei den IT-Dienstleistern.

Ebenfalls positiv bewertet der jüngst veröffentlichte „Mittelstandsmonitor 2005“ die konjunkturellen Aussichten für den Mittelstand. Allerdings hätten kleine und mittelgroße Unternehmen bisher deutlich weniger von der Konjunkturerholung profitiert als die großen Konzerne, die stärker exportieren. Der Monitor ist ein Gemeinschaftswerk der staatliche Förderbank KfW mit den Forschungsinstituten IfM, RWI und ZEW sowie dem Wirtschaftsinformationsdienst Creditreform.

Für dieses Jahr sind die Experten vorsichtig optimistisch: Durch eine lebhaftere Binnennachfrage werde der konjunkturelle Rückstand des Mittelstands gegenüber den Großunternehmen kleiner, hoffen sie. Es gebe erste Signale dafür, dass die Schwäche der Binnennachfrage in diesem Jahr ansatzweise überwunden werde.

Dieser Ausblick steht allerdings im Gegensatz zu dem Rückgang des Geschäftsklima-Indexes des Ifo-Instituts in der vergangenen Woche. Das Barometer basiert auf einer Umfrage unter 7 000 Unternehmen.

Mit einem deutlichen Plus bei dem Investitionen und mit größeren Beschäftigungsimpulsen ist aber auch nach Ansicht der KfW vorerst nicht zu rechnen. Nur gut jedes zehnte mittelständische Unternehmen plane für das erste Halbjahr 2005 Personalaufstockungen – fast jeder fünfte Betrieb will dagegen Personal abbauen.

Nach Einschätzung von ZEW-Präsident Wolfgang Franz leidet der Mittelstand weiter unter mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten. Derzeit wollen 35 Prozent der Mittelständler innerhalb der nächsten sechs Monate investieren, der langjährige Durchschnitt liegt jedoch bei 47 Prozent.

Die Insolvenzen im Mittelstand werden zudem wohl auch 2004 insgesamt gestiegen sein, sagte Reich. In Ostdeutschland gehe die Zahl der Unternehmenspleiten jedoch zurück. Gleichzeitig würden immer mehr Firmen gegründet, so dass 2004 voraussichtlich unterm Strich mehr Unternehmen hinzugekommen seien als im Vorjahr.

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