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Umstrittene Erdgas-Förderung Bierbrauer fürchten Fracking

Der Deutsche Brauer-Bund schlägt Alarm bei Kanzlerin Angela Merkel: Durch die Fracking-Methode sei das Reinheitsgebot in Gefahr. Das Trinkwasser könnte durch die umstrittene Erdgas-Förderung Schaden nehmen.
23.05.2013 - 09:05 Uhr 32 Kommentare
Bundeskanzlerin Merkel mit einer Maß Bier: „Gesetzesänderungen reichen nicht aus“. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Merkel mit einer Maß Bier: „Gesetzesänderungen reichen nicht aus“.

(Foto: dpa)

Berlin In der Debatte um das sogenannte Fracking sehen deutsche Bierbrauer das Reinheitsgebot in Gefahr. Wie die „Bild“-Zeitung am Donnerstag berichtete, warnte der Deutsche Brauer-Bund in einem Brief an die Bundesregierung vor einer Verunreinigung des Trinkwassers durch die umstrittene Förderung von Erdgas aus schwer zugänglichen Gesteinsschichten.

„Die bislang von der Bundesregierung vorgesehenen Gesetzesänderungen reichen nicht aus, um die erforderliche Sicherheit für die Trinkwasserversorgung sicherzustellen und den Anforderungen an das Reinheitsgebot für Bier Rechnung zu tragen“, heißt es der Zeitung zufolge in dem Brief.

Die Brauwirtschaft sei auf ein „qualitativ einwandfreies Trinkwasser zum Brauen angewiesen“, heißt es weiter. Durch die Fracking-Methode könne diese Versorgungssicherheit eingeschränkt oder sogar ganz beseitigt werden. Vor einem Regierungsbeschluss solle die Diskussion daher weiter fortgeführt werden.

Das Einbringen eines Gesetzentwurfs zum Fracking ins Kabinett wurde bereits mehrfach verschoben. Mitte Mai hatte sich die schwarz-gelbe Koalition auf einen Gesetzentwurf geeinigt, in dem Berichten zufolge Fracking im Einzugsgebiet von Trinkwasserseen wie dem Bodensee verboten werden soll. In der Nähe von Talsperren solle es hingegen weiter erlaubt sein.

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    Die Bundesregierung will ein Gesetz auf den Weg bringen, das die Bedingungen festlegen soll, unter denen die Technologie in Deutschland eingesetzt werden darf. Durch das sogenannte Fracking wird Schiefergas aus Schiefergestein tief unter der Erde gelöst. Die Technologie ist unter anderem deshalb umstritten, weil dabei Chemikalien eingesetzt werden, die auch das Trinkwasser verunreinigen könnten.

    • afp
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    32 Kommentare zu "Umstrittene Erdgas-Förderung: Bierbrauer fürchten Fracking"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ja, genauso ist das.

      Die bösen "Solarbarone" haben 2011 einen Gesamtumsatz in der Photovoltaik inklusive Maschinenbau mit rund 19 Mrd. Euro.
      Der arme kleine ExxonMobil steigerte 2012 seinen Gewinn um neun Prozent auf "nur" 44,9 Milliarden Dollar. Zugegeben, daneben sieht BASF (als möglicher Lieferant für die Chemikalien) blass aus, mit nur 5.2 Mrd. Euro Gewinn.

      Umsatz und Gewinn ist ja fast das gleiche. Ich denke, eher möchten die Mineralölkonzerne keine Konkurrenz.

      Ja, der Boden ist schon genug verunreinigt, das ist kein Argument für das Fracking sondern eine Grund, sich auch als Verbraucher mit konventioneller Landwirtschaft mal auseinanderzusetzen.

      Natürlich kann auch sagen, jetzt wo eh alles verseucht ist, könnten einigen sagen, machen ein paar Chemikalien mehr oder weniger auch nichts aus.

    • @Mazi

      Stimmt in Niedersachsen sind seit 1961 über 300 Bohrungen gefrackt worden. Aber einen Skandal hat es in diesem Zusammenhang nie gegeben, denn Schäden sind dadurch nicht entstanden.

      Geologe ist Hesse

    • Niedersachsen hat die größten Erfahrungen mit Fracking. Die Bürger dort sind auch Skandal gewöhnt. Wenn Fracking, dann dort im Schröder-Land.

      Später aber bitte nicht so wie im Fall Gorleben reagieren!

      Geologe ist gewiß Niedersachse.

    • Ja doch.

      Aber bei privaten Brunnen in usa ist das mitunter so, daß die recht aufwendige Abdichtung zu anderen Gesteinsschichten schadhaft ist.

      Es ist wirklich nur Propaganda.

      Merken Sie sich: Es geht nur um Geld. Nicht um Bier.

    • Genauso ist das.

      Die Windmüller und die Solarbarone wollen keine Konkurrenz. Der Russe, also unser Gerd ist da ja verpflichtet, findet's auch irgendwie nicht gut.

      Dem systematisch verblödeten Volk werden die tollsten Märchen erzählt. Den Grundwasserexperten empfehle ich, sich mal durchzulesen, was so auf die Felder gelangt und zum größten Teil in die Gewässer und ins Grundwasser abfließt.

    • @129kona95

      Was fuer ein duemmlicher Spruch, wenn man keine echten Sachargumente hat!

    • @Die Wahrheit

      Sämtliches Erdöl und Erdgas weltweit wird mit Bohrlöchern gewonnen. Erdwärme wird mit Bohrlöchern gefördert. Selbst Trinkwasserbrunnen werden gebohrt. Aus welcher Steinzeit kommen Sie denn? Und jede Wette, dass Sie selbst Auto fahren und mit Öl oder Gas heizen!

    • So redet ein Hirn gewaschener Lobbyist!

    • @pappalapapp

      Vielleicht nehmen Sie mal zur Kenntnis, dass ausländische (und Deutsche) Energiekonzerne seit den 1930er Jahren in Deutschland Erdöl und vor allem Erdgas fördern. Dafür mussten Sie Milliardenbeträge and Förderabgaben vor allem an das Land Niedersachsen bezahlen, zusätzlich Steuern auf die Gewinne. Es hängen mindestens 12.000 - 16.000 qualifizierte und also gut bezahlte Arbeitsplätze direkt von dieser Industrie ab, plus Zulieferer (z.B. im Anlagenbau).

      Etwa 20% unseres Erdgasverbrauchs haben wir jahrzehntelang in D gefördert, nun sinkt das Aufkommen rapide. Das war (und ist) eine enorme Entlastung unserer Außenhandelsbilanz. Erdöl z.B. müssen wir ja überwiegend importieren und das Geld dafür muss ja erst einmal verdient werden!

      Letzendlich haben die ausländischen und deutschen Förderunternehmen in der Tat einen erheblichen Beitrag zu unserem ALLGEMEINEN WOHLSTAND beigetragen! Und für das Land Niedersachsen würde es zu einem echten (Einnahme)-Problem, sollten die Unternehmen das mal nicht mehr leisten können.

    • @Prophet

      Haben Sie schon mal gehört, dass sogar die Wasserwerke ihre Brunnen BOHREN, um an das Trinkwasser zu gelangen!?

      Bei Erdgasbohrungen wird zunächst ein Stahlrohr bis in ca. 70m Tiefe gerammt, nicht gebohrt. Durch dieses Rammrohr wird dann mit eine Frischwasser-Ton-Spülung bis ca. 400-500m gebohrt. Dann wird in dieses Bohrloch ein Stahlrohr einzementiert. Die Bohrung ist dann durch Rammrohr, Zement und Stahlrohr gegen die Grundwasser führenden Sande abgeschirmt.

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