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Umstrittener Tarifvertrag Swiss-Piloten fälschen Urabstimmung

Die zur Lufthansa gehörende Schweizer Fluggesellschaft Swiss muss möglicherweise zwei Monate nach Abschluss einer Tarifvereinbarung mit den Piloten bereits wieder in neue Verhandlungen eintreten.

oli ZÜRICH. Wie die Pilotengewerkschaft Swiss Pilots gestern mitteilte, ist eine Abstimmung vom März über die Annahme des neuen Gesamtarbeitsvertrages gefälscht worden. Die beiden Verantwortlichen haben sich bereits selbst bei der Staatsanwaltschaft Winterthur angezeigt und sind nicht mehr im Dienst.

Der übrige Vorstand der Gewerkschaft habe nichts von den Fälschung gewusst, hieß es gestern in einer Mitteilung der Swiss Pilots. Er sei „schockiert und maßlos enttäuscht“. Eine persönliche Bereicherung der Täter sei nicht zu erkennen. Die Unternehmensführung der Swiss sprach von einem „Fehlverhalten“, dass sie „in aller Schärfe verurteilt“.

Im März hatte Swiss Pilots mitgeteilt, rund 70 Prozent aller aktiven Mitglieder hätten den neuen Vertrag gutgeheißen, der weitreichende Zugeständnisse an die Arbeitgeber-Seite wie Lohnkürzungen und Mehrarbeit enthält. Die Stimmbeteiligung habe bei 80 Prozent gelegen. Die Abstimmung war anonym und sei deswegen nicht mehr nachzuvollziehen, sagte Swiss-Pilots-Präsident Christoph Frick gestern. Er fügte hinzu: Von einem tatsächlich negativen Resultat der Abstimmung „kann man ausgehen“. Deswegen werde der Urnengang jetzt wiederholt. Das Ergebnis solle spätestens Ende nächsten Monats vorliegen. Falls der Vertrag nicht mehr gutgeheißen wird, gelten Einzelverträge, die die Swiss-Führung mit den Piloten abgeschlossen hat.

Der ausgehandelte Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren. Er ist allerdings noch nicht in Kraft getreten, weil Gewerkschaftsmitglieder gegen das Abstimmungsergebnis geklagt haben.

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