Unilever und Verpackungen Die Krux mit der Deo-Dose

Konsumhersteller, die an der Verpackung und der Größe ihrer Produkte sparen, haben es schwer. Kunden greifen lieber zur größeren Packung. Unilever verschenkt darum seine platzsparende Deo-Dose an die Konkurrenz.
Update: 26.06.2015 - 17:04 Uhr
Kunden greifen im Zweifel lieber zu der größeren Dose. Quelle: dpa
Das Deo-Dilemma

Kunden greifen im Zweifel lieber zu der größeren Dose.

(Foto: dpa)

Leeds/HamburgTamara Rogers platzt fast vor Stolz. „Deutlich leichter ist das Gefäß, dabei genauso wirkungsvoll“, schwärmt die Chefin der weltweiten Deodorant-Sparte des britisch-niederländischen Konsumgüterkonzerns Unilever am Standort des Forschungslabors im britischen Leeds, „zudem sparen wir noch Müll und schonen die Haut.“

Worüber Rogers so ausgiebig schwärmt, dass ihre Augen vor Begeisterung leuchten, ist eine schlichte Deosprühflasche – die es nach Ansicht der Managerin jedoch in sich hat. Seit April vergangenen Jahres verkauft der Konsumgüterriese für seine Marken Rexona, Dove und Duschdas in diesen Sprühflaschen seine sogenannten Compressed Deosprays, die nur noch die Hälfte des ursprünglich benötigten Sprühmittels benötigen.

Der Konsumgüterriese teilt die Technologie mit der Konkurrenz.
„Compressed“-Deosprays von Rexona

Der Konsumgüterriese teilt die Technologie mit der Konkurrenz.

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