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Untreuevorwürfe Gericht lässt Anklage gegen Middelhoff zu

Hat Thomas Middelhoff zu seiner Zeit als Arcandor-Chef private Flüge über das Unternehmen abgerechnet? Die Anklage der Staatsanwaltschaft wurde nun zugelassen. Middelhoff sagt, er habe sich stets korrekt verhalten.
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Der ehemalige Arcandor-Vorstandsvoritzende Thomas Middelhoff sitzt im Januar 2011 bei einem Zivilprozess im Landgericht Essen. Nun wurde auch ein Strafprozess gegen ihn zugelassen. Quelle: dpa

Der ehemalige Arcandor-Vorstandsvoritzende Thomas Middelhoff sitzt im Januar 2011 bei einem Zivilprozess im Landgericht Essen. Nun wurde auch ein Strafprozess gegen ihn zugelassen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Seine Zeit beim Arcandor-Konzern hat für Ex-Chef Thomas Middelhoff nun auch ein strafrechtliches Nachspiel. Die 15. Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Essen habe am Mittwoch eine Anklage gegen Middelhoff „in vollem Umfang zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet“, teilte das Gericht in Essen mit.

Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte Middelhoff vorgeworfen, „die Arcandor AG mit betriebsfremden Kosten belastet zu haben“. Konkret geht es um den Vorwurf der Untreue in mehreren Fällen – Middelhoff habe etwa private Charterflüge über das Unternehmen abgerechnet, hatte die Anklagebehörde erklärt.

Insgesamt gehe es um einen Betrag zumindest „im hohen sechsstelligen Bereich“. Middelhoff und seine Anwälte Sven Thomas und Winfried Holtermüller erklärten indes, die Hauptverhandlung werde zeigen, dass sich der Manager korrekt verhalten habe.

Der frühere Bertelsmann-Manager Middelhoff hatte 2004 beim Arcandor-Vorläufer KarstadtQuelle den Aufsichtsratsvorsitz übernommen, 2005 wechselt er auf den Chefsessel. Arcandor schlitterte im Juni 2009 in die Pleite, der Warenhausriese Karstadt ging später an den Milliardär Nicolas Berggruen. In Folge der Pleite gibt es zahlreiche juristische Auseinandersetzungen. In Zivilverfahren wird etwa Schadenersatz gefordert – auch von Middelhoff.

  • rtr
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