US-Autohersteller GM stellt Geschäfte in Venezuela ein

Die Behörden in Venezuela sollen ein Werk von General Motors rechtswidrig beschlagnahmt haben. Der US-Autoherstellers stoppt nun seine Geschäfte in dem von einer Wirtschaftskrise gebeutelten Land.
Update: 20.04.2017 - 15:41 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen berichtet, dass die Behörden das Werk in Venezuela rechtswidrig beschlagnahmt haben. Quelle: dpa
General Motors

Das Unternehmen berichtet, dass die Behörden das Werk in Venezuela rechtswidrig beschlagnahmt haben.

(Foto: dpa)

DetroitDer größte US-Autobauer General Motors (GM) hat seine Geschäfte in Venezuela gestoppt, nachdem die Regierung des südamerikanischen Landes eine Fabrik beschlagnahmt haben soll. Man sehe sich gezwungen, den Betrieb einzustellen, weil die Behörden auf illegale Weise die Kontrolle in dem Werk und Gegenstände in Firmenbesitz wie etwa Fahrzeuge übernommen hätten, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Die Aktion habe zu irreparablem Schaden für GM, seine 2678 Mitarbeiter und 79 Vertragshändler sowie die Zulieferer im Land geführt. Die Tochtergesellschaft General Motors Venezolana (GMV) stelle ihr Geschäft mit sofortiger Wirkung ein. Das Unternehmen werde den Angestellten – sofern die Regierung dies zulasse – Abfindungen zahlen und weiter Service und Ersatzteile für Autobesitzer anbieten. Von der venezolanischen Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme.

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  • dpa
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