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US-Einzelhandel US-Amerikaner sorgen für Rekord am Black Friday

Am Black Friday haben die US-Shopper aller Voraussicht nach einen neuen Rekord aufgestellt. Allerdings waren nicht alle Schnäppchenjäger zufrieden.
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Der Tag nach Thanksgiving ist der inoffizielle Start der Weihnachtssaison für den US-Einzelhandel. Quelle: AFP
Käuferansturm bei Macy's

Der Tag nach Thanksgiving ist der inoffizielle Start der Weihnachtssaison für den US-Einzelhandel.

(Foto: AFP)

New YorkBlack Friday – der Tag nach Thanksgiving – ist in den USA der Auftakt der wichtigsten Shopping-Saison des Jahres. Traditionell stürmen die Menschen am Tag nach dem Truthahn die Läden auf der Suche nach speziellen Schnäppchen. Die vier Tage von Freitag bis Montag, dem Cyber Monday, gelten für den Einzelhandel als wichtiger Test für den Rest der Weihnachtssaison – online und offline. Die US-Einzelhändler realisieren 30 Prozent ihrer Umsätze zwischen Black Friday und Weihnachten.

Alles deutete am Freitag darauf hin, dass die Amerikaner diesmal alle Rekorde brechen werden. GlobalData prognostiziert, dass die Amerikaner allein an diesem Black Friday insgesamt 60 Milliarden Dollar ausgeben werden – sechs Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Das Online-Geschäft werde dabei sogar um 33 Prozent steigen.

Schon in der ersten Hälfte des Tages hatten die Amerikaner online 643 Millionen Dollar ausgegeben, 28 Prozent mehr als vor einem Jahr laut Adbe Analytics. „Die Zahlen sind beeindruckend” kommentiert Neil Saunders, Managing Director von GlobalData, die Lage. „Das lässt uns auch zuversichtlich für Weihnachten sein“.

Grund dafür ist auch die boomende Konjunktur. Die amerikanischen Verbraucher haben dank der niedrigen Arbeitslosigkeit und der Steuersenkungen von Donald Trump mehr Geld zum Ausgeben. An der Ostküste haben viele Kunden Temperaturen deutlich unter Null Grad getrotzt, um schon in den Morgenstunden in die Malls und Läden zu kommen.

„Den Verbrauchern geht es gut und sie sind da draußen und shoppen“, beschreibt der ehemalige CEO der Kaufhauskette Saks 5th Avenue, Steve Sadove, die Lage. Er arbeitet heute als Senior-Berater für Mastercard. Die Kreditkartenfirma hat für den US-Einzelhandel fünf Prozent Wachstum vorausgesagt.

Lohnt sich der Black Friday?

„Die Verbraucher sind zurück“, beobachtet auch Oliver Chen, Analyst von Cohen. Nicht nur online, sondern auch offline. Vor allem nach dem jüngsten Ausverkauf von Einzelhandels-Aktien an der Börse, sei das ein gutes Zeichen, meint er.

Tatsächlich haben sich auch die Kaufhäuser zuletzt einiges einfallen lassen, um die Kunden wieder zurück in die Geschäfte zu locken.

In New York hat am Rockefeller Center pünktlich zum Black Friday sogar der historische Spielzeugwarenhändler FAO Schwarz wieder seine Tore eröffnet. Auch die Riesenklaviertasten auf dem Boden, die durch den Film „Big“ weltberühmt wurden, konnten zur Eröffnung nicht fehlen.

Macy’s historischer Flagship-Store in Manhattan hat sogar schon am Thanksgiving-Donnerstag um fünf Uhr Nachmittag geöffnet und blieb die ganze Nacht auf. Während das Kaufhaus in den Abendstunden von Schnäppchenjägern überrannt wurde, liefen die Nachtstunden wohl eher schleppend.

Bei Walmart haben die aggressiven Angebote zum Black Friday dagegen schon für Unmut gesorgt. Der Einzelhändler hatte Kunden mit hohen Rabatten auf verschiedene iPhones in die Läden gelockt. Doch vielerorts waren die Smartphones schon früh ausverkauft oder gar nicht vorhanden.

Und wer nicht in die Kälte wollte, konnte bequem am Computer ordern. Auch Amazon bestätigte am Freitagnachmittag, dass Kunden „auf Rekordniveau shoppen“. Offensichtlich konnte dem Online-Riesen auch die jüngste Datenpanne nichts anhaben. Am Tag vor Thanksgiving hatte der Onlinehändler Kunden per E-Mail mitgeteilt, dass ihre Namen und E-Mail-Adressen zumindest eine Zeitlang im Netz zu sehen waren.

Den Samstag dagegen haben die Amerikaner seit einigen Jahren den kleineren Einzelhändlern gewidmet. Am Small Business Saturday sollen die Shopper ihre lokalen Läden unterstützen.

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