US-Fastfoodkette McDonald's verkauft große Teile des China-Geschäfts

Die US-Fastfoodkette trennt sich laut Insidern von einem Großteil ihrer Restaurants in China und Hongkong und setzt mehr auf ein Franchise-Modell. Das soll bis zu zwei Milliarden Euro bringen.
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Die Fastfoodkette besitzt momentan 2800 Restaurants in China, Hongkong und Südkorea. Quelle: Reuters
McDonald's

Die Fastfoodkette besitzt momentan 2800 Restaurants in China, Hongkong und Südkorea.

(Foto: Reuters)

HongkongMcDonald's trennt sich einem Insider zufolge von einer Mehrheit an seinen Restaurants in China und Hongkong. Die US-Fastfoodkette strebe an, durch den Verkauf von mindestens 75 Prozent der Anteile eine bis zwei Milliarden Dollar einzunehmen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Dienstag. Damit sei der Konzern davon abgekehrt, das Geschäft gänzlich abzugeben, was möglicherweise bis zu drei Milliarden Dollar eingebracht hätte.

Den Zuschlag habe ein Konsortium um den Finanzinvestor Carlyle und das chinesische Konglomerat Citic erhalten. McDonald's wolle einen Anteil von bis zu 25 Prozent behalten, um auch weiterhin vom Wachstum in China profitieren zu können. Vorerst werde zudem darauf verzichtet, die Restaurants in Südkorea zu verkaufen.

Eine McDonald's-Sprecherin in Shanghai und Carlyle lehnten eine Stellungnahme ab, Citic war zunächst nicht zu erreichen.

So sieht der McDonald's der Zukunft aus
Neues Konzept
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In 72 Filialen testet McDonald’s seit dem 4. Juli das neue Konzept „Restaurant der Zukunft“. Ob McDonald’s so die Gunst der Kunden, die lieber zum Edelburger-Brater gehen, zurückgewinnen kann, ist fraglich. Die Änderungen im Überblick.

Mehr Individualität
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McDonald’s will künftig stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden eingehen, sagt Deutschland-Chef Holger Beeck. Deswegen können Kunden in den neuen Filialen die Burger so zusammenstellen, wie es ihnen beliebt: Keine Gurken, dafür extra Tomaten und doppelt Fleisch? „Mach deinen Mäc“ heißt das Programm.

Am automatisierten Terminal
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Den Burger nach eigenem Gusto erstellt der Kunde am automatisierten Terminal oder via Smartphone-App. Auch die Bezahlung erfolgt so.

Mehr Fleisch
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Wer verlorene Kunden zurückgewinnen will, muss von der Konkurrenz lernen. So bieten die Amerikaner in den neuen Filialen „Gourmetburger“ mit höherem Fleischanteil an, die Teil der sogenannten „Signature Collection“ sind und pro Burger zwei Euro mehr kosten.

Tischservice
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Die „Gourmetburger“ werden wie in einem à-la-Carte-Restaurant direkt an den Platz geliefert.

Überarbeitetes Küchensystem
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Ebenfalls neu: Die Burger sollen erst nach der Bestellung zubereitet werden – dafür wird das System in der Küche komplett umgestellt.

Neues Design
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Neben all diesen Neuerungen sollen die Filialen auch optisch deutlich verändert werden. Wie das aussieht, konnte man bisher nur in der Filiale am Frankfurter Flughafen (im Bild) in Augenschein nehmen – hier hatte McDonald’s die „Filiale der Zukunft“ im vergangenen Jahr vorgestellt.

Im Mai hatte McDonald's angekündigt, das Geschäft in der Region auf den Prüfstand zu stellen und auf ein Franchise-Modell umzustellen, das weniger Eigenkapital benötigt. Derzeit befinden sich die meisten der mehr als 2800 Restaurants in China, Hongkong und Südkorea im Besitz der Kette selbst. Als Teil der Transaktion bot die Schnellrestaurantkette eine auf 20 Jahre ausgerichtete Lizenzvereinbarung an, mit der Option auf Verlängerung um zehn Jahre.

  • rtr
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