US-Konsumgüterriesen vor Fusion „Nuk“-Schnuller und „Teutonia“-Kinderwagen bald unter einem Dach

Der Konsumgüterindustrie steht ein milliardenschwerer Zusammenschluss bevor: Der US-Konzern Newell Rubbermaid will den Konkurrenten Jarden übernehmen. Nicht alle Anleger sind begeistert.
Der Hersteller Jarden soll von Newell Rubbermaid übernommen werden. Quelle: dapd
Schnuller von Nuk

Der Hersteller Jarden soll von Newell Rubbermaid übernommen werden.

(Foto: dapd)

Atlanta/Miami/FrankfurtIn der US-Konsumgüterindustrie bahnt sich ein milliardenschwerer Zusammenschluss an. Newell Rubbermaid will den Konkurrenten Jarden für insgesamt 13,2 Milliarden US-Dollar (gut 12 Milliarden Euro) übernehmen. Wie beide Konzerne am Montag mitteilten, entspricht das Angebot von Bargeld und eigenen Aktien - basierend auf dem Schlusskurs vom Freitag - 60 Dollar je Aktie.

Durch das Zusammengehen entstünde ein Konzern mit rund 16 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Zunächst rechnen sich die Manager eine Kostenersparnis von 500 Millionen Dollar über die kommenden vier Jahre aus. Im zweiten Quartal 2016 soll der Deal unter Dach und Fach sein, er braucht noch die Zustimmung von Aktionären und Aufsehern.

Beide Unternehmen verfügen über eine breite Produktpalette. Rubbermaid stellt unter anderem Mülltonnen, „Parker“-Kugelschreiber, „Teutonia“-Kinderwagen, Werkzeuge und Frischhaltebehälter her. Jarden wiederum vertreibt Kaffeemaschinen, Feuermelder, Duftkerze, „Spontex“-Putzschwämme, „Nuk“-Schnuller und „Völkl“-Skier.

Die geplante Übernahme kommt bei den Anlegern von Newell Rubbermaid nicht gut an. Die Aktien fielen zur Eröffnung der Wall Street am Montag um 7,6 Prozent auf 41,84 Dollar. Jarden-Papiere gewannen 3,6 Prozent auf 54,58 Dollar.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

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