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US-Modekette American Apparel steht vor der Pleite

American Apparel findet nicht aus den roten Zahlen. Nun hat die US-Modekette Gläubigerschutz beantragt, um so den Konzern neu aufstellen zu können. Offenbar unterstützt die Mehrheit der Gläubiger diesen Schritt.
05.10.2015 Update: 05.10.2015 - 13:04 Uhr
Die US-Modekette hat Gläubigerschutz beantragt. Quelle: dpa
American Apparel in Manhattan

Die US-Modekette hat Gläubigerschutz beantragt.

(Foto: dpa)

Bangalore Der seit Jahren rote Zahlen schreibenden US-Modekette American Apparel droht die Pleite. Am Montag meldete der 1989 gegründete Konzern Gläubigerschutz an. Zugleich kündigte er an, das Geschäft während des Umbaus weiterzubetreiben. Das lange Zeit sehr trendige Modehaus reiht sich damit ein in eine Reihe von Bekleidungsfirmen, die gegen die Insolvenz kämpfen.

Die harte Konkurrenz durch den schwedischen Rivalen H&M und die spanische Inditex-Mutter Zara sowie die Kaufzurückhaltung vor allem jüngerer Konsumenten setzte jüngst auch der Kette Abercrombie & Fitch, Cache, Wet Seal sowie dem Surfmode-Anbieter Quiksilver zu. American Apparel ist mit einfarbiger Unisex-Mode und provokanten Marketing-Aktionen weltweit bekanntgeworden.

Der Bekleidungskonzern konnte sich nach eigenen Angaben mit den meisten Gläubigern einigen. Der Vereinbarung zufolge sinken die Schulden um mehr als die Hälfte auf 135 Millionen Dollar. Unter anderem stellen die Gläubiger 70 Millionen Dollar neues Kapital zur Verfügung. „Durch die Verbesserung unserer Finanzkraft werden wir in der Lage sein, uns auf das Erreichen der Trendwende zu fokussieren“, sagte Firmenchefin Paula Schneider.

Seit 2009 hat American Apparel keinen Gewinn mehr gemacht. Der Marktwert schrumpfte in dieser Zeit von 540 Millionen Dollar auf nunmehr etwa 20 Millionen Dollar. Zuletzt hatte das Unternehmen aus Los Angeles davor gewarnt, den laufenden Betrieb nicht aufrechterhalten zu können. Die New Yorker Börse drohte bereits mit dem Ausschluss. Um dem entgegenzuwirken, drehte der Konzern an der Kostenschraube. Im Juli kündigte er an, in den nächsten 18 Monaten 30 Millionen Dollar einzusparen. Um dies zu realisieren, sollten auch Mitarbeiter entlassen und Läden geschlossen werden.

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    US-Modeketten unter Druck
    American Apparel
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    American-Apparel-Geschäft in New York: Viele amerikanische Kult-Marken befinden sich in der Krise. So auch American Apparel.

    (Foto: AFP)
    American Apparel
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    Die Umsätze fallen seit 2010, Gewinne verwandelten sich längst in Verluste. Entlassungen und Filialschließungen stehen bevor.

    (Foto: AFP)
    Abercrombie & Fitch
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    Model in einer Abercrombie & Fitch-Filiale in New York: Die übersexualisierten Werbemaßnahmen ziehen nicht mehr bei den Kunden. Die Marke verzeichnete zuletzt das elfte Quartal in Folge sinkende Umsätze.

    (Foto: ap)
    Abercrombie & Fitch
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    Ende 2014 nahm Vorstandschef Mike Jeffries nach 20 Jahren gezwungenermaßen seinen Hut als Chef des Teenie-Labels ab. Heftige Kritik musste er für ein Interview aus dem Jahr 2006 einstecken. „Einige Menschen gehören nicht in unsere Kleidung“, spöttelte er mit Blick auf übergewichtige Kunden und Kundinnen, „und sie passen auch nicht rein.“

    (Foto: Reuters)
    Gap
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    Gap-Filiale in Miami: 175 von 675 Geschäften in Nordamerika sollen geschlossen werden. Die Modekette setzt zudem...

    (Foto: AFP)
    Old Navy
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    ...auf die Billigmarke Old Navy, die Umsatz und Gewinn rasant steigern konnte – eher auf Kosten der anderen Marken als der Konkurrenz, fürchten Beobachter und Analysten.

    (Foto: Reuters)
    J.Crew
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    Auch die frühere Exklusiv-Modekette fährt eine ähnliche Strategie. Anfang Juli 2015 verkündete J.Crew in den USA die Eröffnung einer Billigkette namens „J.Crew Mercantile“ für „preisbewusste“ Kunden.

    (Foto: ap)

    Im März beschäftigte American Apparel noch 10.000 Menschen und betrieb weltweit fast 240 Filialen. Die Modemarke unterscheidet sich von vielen Konkurrenten auch mit dem Ansatz, nur auf dem Heimatmarkt zu produzieren.

    American Apparel kämpft an zwei Fronten. Firmen-Gründer und -Chef Dov Charney, der im Dezember wegen mutmaßlichem Fehlverhalten gefeuert worden war, hat den Konzern mit mehreren Klagen überzogen – unter anderem wegen Diffamierung.

    • rtr
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