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US-Onlinehändler Amazon will offenbar neue Supermarktkette in den USA gründen

Amazon ist längst kein reiner Onlinehändler mehr. Die Bio-Supermarktkette Whole Foods gehört schon zum Konzern, nun will Amazon offenbar eine neue Kette gründen.
Update: 02.03.2019 - 01:01 Uhr Kommentieren
Der Konzern plant offenbar die Expansion im Lebensmittelhandel. Quelle: AP
„Amazon Go“-Geschäft in San Francisco

Der Konzern plant offenbar die Expansion im Lebensmittelhandel.

(Foto: AP)

Düsseldorf, New YorkDer US-Onlinehandelskonzern Amazon will offenbar weiter im stationären Lebensmittelhandel expandieren. Der Konzern aus Seattle plane die Eröffnung von eigenen Supermärkten, berichtet das „Wall Street Journal“ an diesem Freitag unter Berufung auf Insider. Ende dieses Jahres soll demnach der erste Laden in Los Angeles eröffnet werden.

Für Beginn des kommenden Jahres seien bereits zwei weitere Filialeröffnungen vorgesehen. Dutzende neue Märkte in den USA seien geplant, schrieb das „Wall Street Journal“. Dafür verhandle Amazon mit Shopping-Centern in San Francisco, Seattle, Chicago, Washington D.C. und Philadelphia.

Ob die Supermärkte unter dem Namen Amazon an den Start gehen oder einen anderen Namen erhalten werden, sei unklar. Der Konzern beschäftige sich auch damit, regionale Lebensmittelhändler mit nur wenigen Filialen aufzukaufen, sagte einer der Insider der Zeitung.

Um sein extrem schnelles Wachstum beizubehalten müsse sich Amazon in verschiedenen Bereichen mehr Marktanteile holen, in denen auch eine physische Präsenz nötig sei, erklärt Steve Dennis, Präsident der auf Einzelhandel spezialisierten Beratung SageBerry Consulting. „Lebensmittelhandel ist eine davon und Whole Foods bedient ganz klar nur ein kleines Segment der gesamten Branche“, erklärt er. Daher mache es Sinn und sei auch unausweichlich, „eigene Mainstream-Formate zu entwickeln oder zuzukaufen“.

Amazon hatte 2017 die US-Supermarktkette Whole Foods für 14 Milliarden Dollar gekauft. Whole Foods verkauft überwiegend Bio-Waren. Die neuen Amazon-Märkte sollen preislich unter dem Niveau von Whole Foods liegen, hieß es.

Amazon betreibt unter der Marke „Amazon Go“ außerdem zehn Märkte, die ohne Registrier- oder SB-Kassen auskommen. Auch mit so genannten Amazon-4-Star-Läden hatte der Konzern in den vergangenen Monaten experimentiert. In diesen Läden können Kunden die beliebtesten Produkte des Onlinehändlers kaufen, die mindestens eine Vier-Sterne-Bewertung im Internet bekommen haben.

Die vielen Experimente zeigen, dass der Einzelhandel offensichtlich nicht so ein leichtes Geschäft, wie Amazon zunächst gedacht hatte. Bei Whole Foods – das wegen seiner hohen Preise auch gerne „Whole Paycheck“ (ganzes Gehalt) genannt wurde – hatte Amazon nach der Übernahme die Preise gesenkt.

Zuletzt haben sich Kunden jedoch beschwert, dass die Preise wieder nach oben gingen. Auch bei den Whole-Foods-Haus-Lieferungen lief es bisweilen holprig. Welche Rolle Whole Foods in dem neuen Supermarktprojekt spielen soll, ist noch unklar.

Die Aktien von US-Lebensmittelhändlern gerieten nach der Nachricht unter Druck. Die Papiere von Kroger verloren zwischenzeitlich mehr als sechs Prozent, Walmart, Costco Wholesale und Target rutschten ebenfalls ins Minus. Die Amazon-Aktie notierte gut ein Prozent im Plus.

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