US-Präsident Trump schießt gegen Steuerpraxis von Amazon

Die Steuerpraxis von Amazon erzürnt Donald Trump. Der Konzern füge Einzelhändlern großen Schaden zu, viele Jobs gingen verloren. Es ist nicht die erste Attacke des US-Präsidenten gegen Amazon.
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Der Präsident hatte bereits mehrmals gegen Amazon und dessen Chef Jeff Bezos gewettert. Quelle: AP
Donald Trump

Der Präsident hatte bereits mehrmals gegen Amazon und dessen Chef Jeff Bezos gewettert.

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WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat die Steuerpraxis des Internet-Händlers Amazon kritisiert. „Amazon fügt steuerzahlenden Einzelhändlern großen Schaden zu.“ Auch Gemeinde, Städte und Bundesstaaten in den USA litten darunter, twitterte Trump am Mittwoch. „Viele Jobs gehen verloren.“ Der Präsident hatte bereits mehrmals gegen Amazon und dessen Chef Jeff Bezos gewettert.

Bei Amazon sind derzeit 50.000 Posten in den USA unbesetzt. Aus diesem Grund hat der Konzern Anfang des Monats bereits eine Arbeitsplatzmesse abgehalten, um Personal zu finden.

Diese Berater kehren Trump den Rücken
Kenneth Frazier
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Der Chef des amerikanischen Pharmakonzerns Merck & Co. (nicht zu verwechseln mit der deutschen Firma Merck in Darmstadt) ist als Berater von Trump zurückgetreten. Der Afroamerikaner Frazier hatte seinen Rückzug via Twitter begründet: „Ich fühle mich verantwortlich, Stellung gegen Intoleranz und Extremismus zu beziehen.“ Trump reagierte beleidigt und attackierte den Merck-Chef und das Unternehmen auf Twitter scharf. Der Pharma-Manager habe nun mehr Zeit, die Wucherpreise für Medikamente zu senken.

Brian Krzanich
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Der CEO des Chipherstellers Intel begründete seinen Rückzug aus dem Gremium, das Trump in Industriefragen berät, auf Twitter: „Ich trete zurück, weil ich Fortschritte machen möchte, während viele Leute in Washingtonmehr damit beschäftigt zu sein scheinen, jeden zu attackieren, der nicht mit ihnen übereinstimmt.“

Kevin Plank
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Der Chef des Sportbekleidungsherstellers Under Armour teilte nach seinem Rückzug aus dem Beratergremium auf Twitter mit, dass er „sein Land und seine Firma liebe“ und sich nun ganz auf „die inspirierende und vereinende Kraft des Sports“ konzentrieren wolle.

Bob Iger
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Der Chef des uramerikanischen Unterhaltungskonzerns Walt Disney ist im vergangenen Juni als Trumps Berater zurückgetreten, weil er aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen ist.

Elon Musk
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Auch der Tesla-Chef ist bei Trump ausgestiegen, weil er mit der Klimapolitik des republikanischen Präsidenten alles andere als einverstanden ist. Für den Chef eines Unternehmens, das erfolgreich Elektroautos produziert, gehört sich das wohl auch. Musk zog sich damals sowohl aus dem „American Manufacturing Council“ als auch aus einem in allgemeinen Wirtschaftsfragen beratenden Gremium, dem „Business Advisory Council“, zurück.

Travis Kalanick
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Der ehemalige Chef des Fahrdienstes Uber verließ das Weiße Haus aus Protest bereits im Februar, noch bevor er als Chef des Fahrdienstes zurücktrat. Zur Begründung sagte Kalanick, seine Teilnahme sei falsch verstanden worden und nicht als Unterstützung von Präsident Trump oder seiner Agenda gemeint gewesen.

Richard Trumka
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Aus Verärgerung über den erneuten Rückfall Trumps in der Nacht auf Dienstag trat Gewerkschaftschef Richard Trumka kurz nach der Pressekonferenz des Präsidenten aus einem Beirat zurück. Trump hatte seine uneindeutige erste Reaktion auf die Gewalt in Charlottesville vehement verteidigt und erneut beiden Seiten die Schuld gegeben. Er müsse „im Namen aller arbeitenden Amerikaner, die jeden Versuch der Legitimierung dieser bigotten Grupppen ablehnen“, zurücktreten, sagte der Chef der Gewerkschaft AFL-CIO.

Amazon-Aktien gaben im vorbörslichen US-Handel 0,5 Prozent nach.

  • rtr
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1 Kommentar zu "US-Präsident: Trump schießt gegen Steuerpraxis von Amazon"

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  • Donald Trump hat von politischer Führung keinen blasse Ahnung. Er ergeht sich in privaten Kleinkriegen gegen jeden, der ihm widerspricht oder ihn zumindest nicht unterstützt. Die Führung eines großen Regierungsapparates geht dem Mann völlig ab. Als Berater akzeptiert er nur Leute wie Bannon etc.

    Wie lange wird die Grand Old Party das noch mitmachen? Bald ist die Partei dann nicht mehr grand sondern nur noch old. Good riddance.

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