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US-Präsidententochter Ivanka Trump gibt ihre Modemarke auf

„Ivanka Trump“ wurde zum Spielball der Politik. Nun stellt die Präsidententochter ihr Modellabel ein. Ihre Beratertätigkeit im Weißen Haus geht vor.
Update: 25.07.2018 - 04:04 Uhr Kommentieren
Ivanka hatte die Leitung ihrer Modefirma nach der Wahl ihres Vaters Donald zum US-Präsidenten abgegeben. Quelle: AFP
Ivanka Trump

Ivanka hatte die Leitung ihrer Modefirma nach der Wahl ihres Vaters Donald zum US-Präsidenten abgegeben.

(Foto: AFP)

New York, WashingtonIvanka Trump gibt ihre Modemarke auf und will sich künftig auf die Beratung des Präsidialamtes konzentrieren. Nach 17 Monaten in Washington wisse sie nicht, wann oder ob sie wieder in ihr Geschäft zurückkehren könne, erklärte die älteste Tochter von US-Präsident Donald Trump am Dienstag in einem Statement. Vorerst werde sie sich auf ihre Arbeit in Washington konzentrieren, so Ivanka Trump.

Ivanka hatte die Leitung der Firma nach der Wahl ihres Vaters abgegeben, um im Weißen Haus Beraterin zu werden. Die Modelinie war daraufhin zum Spielball politischer Interessen geworden – Trumps Gegner riefen zum Boykott, Anhänger zum Kauf auf. So wurde ihrer Firma in der Vergangenheit vorgeworfen, Produkte günstig im Ausland herstellen zu lassen.

Ebenso wurde Kritik von Ethikexperten laut. Sie befürchteten, ausländische Regierungen wie China könnten Ivanka Trump Markenrechte gewähren und dafür Gefälligkeiten vom Präsidenten fordern.

Just in die Zeit des Boykottaufrufes war die Entscheidung mehrerer Kaufhausketten wie Hudson's Bay und Nordstrom gefallen, die Modemarke „Ivanka Trump“ aus dem Sortiment zu nehmen beziehungsweise das Angebot drastisch zu verringern.

Nordstrom begründete seinerzeit den Schritt, die Produkte der Präsidententochter nicht mehr anzubieten, mit einem stetigen Rückgang der Verkäufe. Präsident Trump kritisierte daraufhin die Kaufhauskette scharf und warf ihr unfaire Behandlung seiner Tochter vor. Sein damaliger Sprecher Sean Spicer bezeichnete die Entscheidung von Nordstrom als politisch motiviert.

Bereits im Wahlkampf 2016 hatten Trump-Gegner eine Kampagne unter dem Motto „Grab Your Wallet“ gestartet und dazu aufgerufen, keine Produkte mit Verbindung zu Trump, seiner Familie oder seinen Geldgebern zu kaufen. „Das ist der größtmögliche Sieg für Grab Your Wallet“, kommentierte Shannon Coulter, Mitbegründerin der Kampagne, das Ende von „Ivanka Trump“.

Unter dem Namen der Präsidententochter wurden bislang unter anderem Kleidung, Schuhe und Handtaschen für Damen angeboten. Trotz all der Kontroversen war die Modefirma laut Geschäftsführerin Abigail Klem, die nach Ivanka Trumps Abgang die Leitung übernommen hatte, sehr erfolgreich. „Wir haben seit Einführung der Marke starke Verkäufe gesehen“, wird Klem in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert. Die Nachfrage sei bis zuletzt hoch gewesen, mit dem Start eines rasch wachsenden Online-Geschäfts sei in diesem Jahr ein weiterer Erfolg gelungen. Das Team habe auch unter „einzigartigen“ Umständen große Stärke gezeigt. „Wir sind unglaublich stolz“.

Lizenzverträge würden nun nicht mehr verlängert werden. Die 18 Angestellten der Firma seien bereits informiert worden, dass das Geschäft eingestellt werde, schrieb das „Wall Street Journal“. In dem Statement von Ivanka Trump hieß es, die Schließung sei „der einzig faire Ausgang für mein Team und meine Partner“.

Im Februar 2017 sorgte Donald Trumps Beraterin Kellyanne Conway, die zuvor schon mit dem Begriff „alternative Fakten“ irritiert hatte, mit dem Aufruf „Kauft Ivankas Sachen“ im Sender Fox für einen Eklat. Sie selbst bezeichnete den Auftritt als „Gratiswerbung“, was Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen die Ethikregeln der US-Regierung nach sich zog.

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