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Vaude & Co. Schneereicher Winter hilft Outdoor-Branche

Das Wachstum der Outdoor-Branche blieb in den vergangenen Jahren bescheiden - bis auf einige Ausnahmen in manchen Bereichen. Etwa bei Schuhen oder Rucksäcken. Doch der schneereiche Winter sorgte wieder einen Aufschwung.
17.06.2017 - 14:44 Uhr Kommentieren
Die Outdoor-Branche ist längst nicht mehr so erfolgsverwöhnt wie noch vor einigen Jahren. Quelle: dpa
Vor der Messe Outdoor in Friedrichshafen

Die Outdoor-Branche ist längst nicht mehr so erfolgsverwöhnt wie noch vor einigen Jahren.

(Foto: dpa)

Friedrichshafen Ein Winter mit Schnee auch im Flachland hat den Outdoor-Firmen in Deutschland einen guten Jahresanlauf beschert. „Das hat den Wintersport-Umsätzen sehr geholfen“, sagte die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Sportartikel-Industrie, Nicole Espey, der Deutschen Presse-Agentur. Denn Winter nur in den Bergen reiche der Branche zumindest für Deutschland nicht. „Es muss sich schon in der Fläche wie Winter anfühlen, ansonsten werden die Produkte nicht verkauft, und die Leute fahren auch weniger in den Wintersporturlaub.“

Sie hoffe, dass der Schwung andauere, sagte Espey. Denn die Outdoor-Branche ist längst nicht mehr so erfolgsverwöhnt wie noch vor einigen Jahren. Bis etwa 2011 habe es noch ein zweistelliges Wachstum gegeben. „Da ist das ziemlich hochgeschossen, weil die Produkte aus einer Nische des Bergsports auch in die Fußgängerzone gekommen sind. Sie wurden salonfähig - da saßen in jedem Büro Leute mit Outdoor-Jacken statt Wintermänteln.“ Inzwischen habe aber eine gewisse Sättigung eingesetzt, sagte Espey.

So ist der Markt 2015 nach Angaben der European Outdoor Group (EOG) nur noch um 2,1 Prozent gewachsen. Aktuellere Zahlen zum Jahr 2016 nennt der Verband erst auf der Messe Outdoor, die an diesem Sonntag am Bodensee beginnt (bis 21. Juni).

Vor allem die Bekleidung - die 50 Prozent des Marktes einnimmt - sei 2015 hinter den Erwartungen zurückgeblieben, heißt es bei der EOG. Andere Bereiche wuchsen dagegen durchaus - etwa Rucksäcke, laut Verband die am schnellsten wachsende Kategorie.

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    Grundsätzlich gehe es dem sogenannten Equipment-Bereich relativ gut, sagt auch Espey. So sei die Branche beispielsweise auch bei Schuhen durchaus zufrieden. Interessant sei zudem der Wassersportbereich, in dem in den vergangenen Jahren neue Trends aufkamen, etwa das Stand-up-Paddeln. „Auch die Outdoor wird das Thema Wassersport zum ersten Mal richtig spielen“, sagte Espey.

    Die Outdoor gilt als Leitmesse der Branche. In Friedrichshafen zeigen rund 965 Aussteller aus 40 Ländern Neuheiten rund um Kleidung, Camping- oder Kletterausrüstung.

    So versucht die Outdoor-Branche auch Indoor zu punkten

    • dpa
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