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VDM-Zahlen Möbelbranche hofft auf das Herbstwetter

Die Möbelindustrie ist im ersten Halbjahr nur leicht gewachsen. Das lag auch am guten Wetter. Der Herbst und das Internet sollen für Abhilfe sorgen.
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Trotz der positiven Zukunftsprognose rechnet der VDM bis Jahresende nur mit einem Wachstum von einem Prozent. Quelle: dpa
Möbelproduktion

Trotz der positiven Zukunftsprognose rechnet der VDM bis Jahresende nur mit einem Wachstum von einem Prozent.

(Foto: dpa)

Köln „Ich habe mich sehr über den leichten Regen heute Morgen gefreut“ – so eröffnete Verbandschef Jan Kurth die Pressekonferenz des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) am Montag. Der Hintergrund ist simpel: Die deutsche Möbelindustrie ist im ersten Halbjahr 2018 nur leicht um ein Prozent gewachsen.

Von Januar bis Juni lagen die Umsätze der Branche bei 9,1 Milliarden Euro. Der Hauptgrund? Das gute Wetter. „Zwischen April und August sind die Menschen eher in die Freibäder und Biergärten gegangen als in ein Möbelgeschäft,“ sagt Kurth.

Trotz leichtem Wachstums sei die Lage aber nicht zufriedenstellend. Das leichte Wachstum gehe ausschließlich auf das Konto der Auslandsgeschäfte, die im ersten Halbjahr um 2,7 Prozent gestiegen sind. Der Inlandsumsatz dagegen stagnierte mit einem minimalen Plus von 0,3 Prozent.

Der VDM blickt trotzdem positiv in die Zukunft. „Wir erwarten, dass sich das Wachstum im zweiten Halbjahr erholt,“ sagte Kurth. „Viele Menschen haben aufgrund des guten Wetters ihre Möbelkäufe aufgeschoben und werden diese in den nächsten Monaten nachholen.“

Weitere Gründe zur Hoffnung liegen im Online-Verkauf. Der hat aktuell einem Anteil von 14 Prozent erreicht. Der VDM rechnet mit einer Marktverschiebung von ein bis zwei Prozent jährlich. Chancen bestehen im Online-Handel, da die Preis-und Rabattfixierung dort noch nicht so stark ausgeprägt sei wie im traditionellen Handel.

Ein weiterer Lichtblick ist der Export. Dort liegen die wichtigsten Wachstumsmärkte derzeit außerhalb der EU. Deutsche Möbelhersteller konnten dabei vor allem in den USA (plus 9,5 Prozent), China (plus 25,9 Prozent) und Russland (plus 14 Prozent) zulegen.

Eine Schwachstelle der Möbelindustrie ist dagegen das Import-Export-Defizit. Die Möbelimporte sind im ersten Halbjahr erneut um 0,8 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro gestiegen. Das Außenhandelsdefizit stieg dadurch ebenfalls auf 1,2 Milliarden Euro.

Trotz der positiven Zukunftsprognose rechnet der VDM bis Jahresende nur mit einem Wachstum von einem Prozent. Grund dafür sind die sinkende Verbraucherstimmung der Deutschen, steigende Materialkosten und die stagnierende Konjunktur im Inland.

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